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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 7 · p. Seite 336

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 7
Article
[Rezension]
Date
1894-01-01
Page
Seite 336 (sequence 2)
Language
German
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■386 Besprechung. haupt denkbar? Was 'hat שר mit dem Teufel und der Teufel mit der Taufe zu thnn? Die Verwechslung mit der bekannten Erklärung des Gaons R. Ha ja bat P. dazu geführt, die richtige Erkenntniss der Worte seines Autors so bedenklich zu verschütten. Das Wort משועמד» lässt unser Grammatiker Abulwalid sagenstammt aus der Epoche der Mischna. Wer sich selbst dem römischen Machthaber [1. השר] stellt und ihm sich unterwirft [1. אליו], heisst solch ein ,,selbststelliger“ Verräther oder Ueberläufer. P* hat sich hier aber noch zu ^inenr weiteren Miss Verständnis s verführen lassen, indem er, Schreiner folgend, die komische Behauptung wiederholt, die Compendien des arabischen Lexicons Kitäb al-Ajin hätten dieses Wort ebenso erklärt. Wie kommt das Wort 1ע־משועמד das arabische Lexicon? Und warum nur in dessen Compendien? Mose b. Esra (Revue des etudes juives, XXII, 242) überliefert aber: פאן מחץ הדה אללפטה עלי מא פסה ר׳ האיי ואל [ז״ל •1] מכתצרא אלעין R. Haja habe das Wort משומד aus משועמד erklärt, dessen ע einfach ausgefallen sei. Ein Blick auf ibn Parchon, der f. ב d diese Worte über* setzt: ואמר רבנו הא יי דל בי משומד עקרו משועמד אהל הפילו העין ממני המורח hätte die Gelehrsamkeit in Betreff des!Fundortes der Compendien des Kitäb al-’Ajin besser unterdrücken heissen. Bei den eigentümlichen Ausdrücken, die P., p. 12, in seinem Autor entdecken will, war ebenfalls grössere Vorsicht geboten. הרשי הלשון soll Eigentümlichkeiten der Sprache hei ihm bedeuten. Der Ausdruck kommt nun nicht allein p. 16, Z. 23, sondern auch p. 17, Z. 23 vor. Man versuche nach dieser Anleitung einmal היה קשה לחרשי הלשון להרבות לשונם zu übersetzen. Natürlich heisst es: den Bildnern;״ den Schöpfern der Sprache. Die erstere Stelle hat P. vollends unerklärt gelassen. Sie besagt einfach: Es ist Zufall אקראי מדורשי הלשון, dass die Bildner der Sprache die erste Person des!Futurum8 Passivi wie אספר u. s. w. nicht oder nur selten zur Anwendung gebracht haben. Darnach ist auch p. 10, n. 1 zu berichtigen. הצובאים p, 13, Z. 15 war nicht als Auffälligkeit im Sinne von ähnlich zu registriren, da es einfach musivisch z. B. Ex. 38, 8 verwerthet. חצרנות im Sinne von Eleganz, dessen Etymologie P. nicht zu ermitteln vermag, ist wahrscheinlich aus dem Stamme צחר gebildet und צחרנות zu lesen; seihst a-n הרצנות, von חרק formen abgeleitet, wäre zu denken. P. 19, Z. 18 ist אז יראד nach der Analogie von Z. 16 und 20 in -אז ידמה zu verändern. ד und א ,ר und מ werden in den Handschriften so häufig und auch hier noch öfter verwechselt. Den Schluss des Schriftchens hatte ich bereits in Paul de Lagardes jüdische Gelehrsamkeit, p. 30, n. 1 veröffentlicht. Durch die Beachtung meines Textes hätte P. das letzte!Fragezeichen seiner Ausgabe sparen können; es steht in der Handschrift:. בריך דיהיב הילא לעבדיה בדהלב״א בר אמתיה. Manche Spuren, wie z. B. p. 14, Z. 18: ובורא [והבורא .1] יודע oder die Schreibung סרקוסמא p. 9, Z. 8, die Hervorhebung von: הספרדי, die Verachtung für die Unwissenheit in Grammatik und Massora, die Be־ Zeichnung Baschi’s als ר״ש und noch andere Anzeichen scheinen uns eher auf einen des Arabischen kundigen Spanier, einen Schatten Abraham Ibn Esra’s, als Autor unseres Schriftchens hinzudeuten. David Kaufmann. . Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt.

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