Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 2)
- Language
- German
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342 Besprechungen. sagt: ״Alle seine Schätze, die eingehohenen Steuern an Proviant und G-eld, werden aus seinen Schatzkammern und Yorrathshäusern schwinden“. סלער erinnert an סגור , סלעים an מגירה , wie Buber richtig erklärt. Eigenthümlich ist die Erklärung welche Ehrst von unserer Stelle gibt. Er hält אנטייא für lavthva (violettfarbige Kleider), אלתוסבראות (es muss aber heissen אלו תיסוראות, siehe Buber’s Ausgabe) für &X*q9־oßTfjpa (wahrhaft echte Purpurstoffe). Was sagt also der Midrasch nach seiner Meinung? Die violettfarbigen Kleider werden von den echten Purpurstoffen fortgehen? 5. In Echa r., am Schlüsse des zweiten Alphabets, lesen wir in unseren Ausgaben: תקרא כיום מועד מגורי. מהו מגורי מגו ביתאי א׳יר אלעזר בר' מרינום ב״א שעשו קופי פרפראן שלי דאתו(צ״ל דיאתו) עלי. Im Aruch dagegen werden die letzten Worte s. v. מגם folgendermassen citirt: מהו מגורי מגורמי ב״א עלי (besser ohne שהיו קופי טרפיזין הבאתם (ם. Die Stelle ist bisher missverstanden worden, weil man glaubte, der Verfasser des Aruch habe מגורמי statt מגו ביתאי gelesen. Die Worte des Aruch beziehen sich aber offenbar nicht auf die erste Midraschdeutung von *מגורי, sondern auf die zweite, die des K. Eleasar b. Marinus, und מגירוסי ist nicht für מגו ביתאי zu substituieren, sondern zwischen ב״א und מרינום einzuschieben. Zuerst erklärt der Midrasch: Du rufst meine Bewohner, d. h. entweder (die Leute) aus dem Innern meines Hauses zusammen oder מגורי ביחאי die Nachbarn meines Hauses (wie Kaschi das Schriftwort 2, 22 erklärt) oder aber מנוביתאי meine Hausdiener, die bei mir wohnen; vgf. מנוביתיה B. B. 91 und Kohelet r. zu 7, 7: ר׳ הוה ממני תרץ מנאץ. E. Eleasar b. Marinus aber sagt: מגורי sind meine Köche (pcqecpo: nach der richtigen Auffassung des Aruch), diejenigen, die einst die Ueberbleibsel meiner Tafel bekommen haben, führst Du zu mir, meine Erniedrigung zu schauen: das sei der Sinn des Schriftwortes. Eürst hält מגרוסי (mit Sachs, I, 170) für 0קס׳ןך1ן:<; (Versammlung) und קופי טרפיזץ (mit Musafia u. A.) für y.ooo0TpaTCsCoc (Parasit). Aber wie bei jenem, ist auch bei diesem Worte Aruch’s Erklärung (אוכלי שלחיי) sinngemäss und richtig. כסם, wofür im Jeruschalmi nach Aruch auch ם Dp steht, ist ein in der Mischna und Boraitba häufig vorkommendes neuhehr. Wort und bedeutet: kauen, zerbeissen oder, wie Easchi, Chullin 15 a, sich ausdrückt, קופי .כל אכילה שלא כדרכה steht für קופטי. Die Zubereiter der Speisen sind weder Tischgenossen (|o׳cpaTCe£oc), wie einige das Wort erklärt haben, noch Parasiten, sondern Diener, Sklaven, welche die Ueberreste des Mahles erhielten. Man erinnere sich der Erzählung des E. Josua b. Chananja im b. Erubin 53 und Echa r. cap. 1. Der Text unserer Ausgaben liefert einen ähnlichen Sinn, wenn man קופי als zur Lesart des Aruch gehörig fortlässt: Du rufst מגורי d. h. die Leute, welche meine Speisen (rcspicpopav) bereiteten, dass sie über mich kommen. (Fortsetzung folgt.) Dr. Jos. Cohn-Burgkundstadt. Quellen zur Geschichte der Juden in Dentsehland. Herausgegeben durch die historische Commission für Geschichte der Juden in Deutschland. Bd. II. H'ebr. Berichte über die Judenverf. w. d. Kreuzzüge. Berlin 1892, 8, ' (Schluss.] Es erübrigt noch ein kurzes Wort über die Bemerkungen des Herrn Bresslau zur ״Kritik der Kreuzzugsberichte“ (S. XIIIbisXXIX). Mit dem sicheren Blick des bewährten Fachmannes hat er das gegenseitige Verhältnis der ersten drei Berichte (desjenigen des Salomo b. Simeon,