Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Verheerung von Ungarisch Brod durch den Kuruzzenüberfall vom 14. Juli 1683
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 279 (sequence 10)
- Language
- German
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Die ־Verheerung von Ungarisch Brod. 279 weit man sie bergen konnte, zusammen getragen. Drei, vier dieser unglücklichen Opfer lagen nebeneinander vor den Häusern, wo das Verhängniss sie ereilt hatte. In der Juden gasse allein waren fünfundsechzig Häuser eingeäschert. Da man noch 1726 nicht mehr als 76 Häuser im Ghetto zählte, so wird eben die ganze Judenstadt 1683 in den Grund verbrannt sein. Was nicht niet- und nagelfest war, hatten die Plünderer davongetragen, Geld und Wäsche, Metall wie Federn, Waaren and Hausrath. Um aber auch aus der Ferne noch die Gemeinde brandschatzen zu können, wurden sieben ihrer Mitglieder gefangen w egge schleppt, die man dann in Ungarn loskanfen musste. Daher nennt die Schätzung auch Ynterscbiedliche Ynkosten, So denen hh: in Ungarn, wegen der gefangenen Juden geben worden . . . 850״ fr.“ Auch fremde Ortsangehörige, die in der belebten Handelsstadt ihre Waaren zu Markte brachten und Mederlagen errichtet hatten, waren um ihr Vermögen gekommen. Den ״Schaden an denen Niederlagwahren, von Kremsierer v: Holleschäwern Juden gehabten“ beziffert die Schätzung auf 3500 Gulden. 53563 Gulden wies die Schätzung des Schadens auf, der im Ghetto allein verübt worden war. Dass dehme alsso, undt nicht anderst, so schliesst die Urkunde, nehmen wir, dieses, auf unsser, Trawen, undt glauben, auch güttess gewiessen. Zur mehrer dessen Beglaubigung, Haben wir Juden Richter undt geschworene, unss Eigenhändig vnterschrieben, undt vnssere Bettschafter beigedruckt, So geschehen Ungarisch Brod den 18. Decembris Anno 1683. ס יחזקאל בלא״א הרר יהודא סג״ל ו״ל ס ונאם שלמה ברב ס ונאם מרדכי בן הר״ר יהודא ליב דרעק ס ונאם ישראל בר, מתתי׳ וצ״ל(1 Zu spät ward der unglücklichen Stadt eine Besatzung verliehen; sie hatte nur Trümmer und Brandstätten zu bewachen. ״Wegen der Salvaguardia, Unkosten geschehen . . . ־נ) Von den vier neben den Namen stehenden kleinen Siegeln ist im ersten noch יהודא ליה ב, im zweiten חרבם, in der Mitte beider ein Hirsch, vom dritten מרדכי ליב בד\ם, in der Mitte ein Waschgefäss, vom vierten kann! eine Spur erhalten. Ein. Sohn dieses Jecheskel, der Namensträger seines Vaters, war der Rabbinatsassesor von Ungarisch-Brod, der Beisitzer R. Israel Frankels (s. Kaufmann, die letzte Vertreibung 179 n. 5), der auf einer Zeugnissaufnahme vom 2. Chesehwan 1689 und 6. Tammus 1690 in R, David Oppenheim’s handschriftlichen Eesponsen 10 ,111 נשאל דוד und 15 zeichnet: ה״ק אריהודא ליבש בלא״א חדר יחזקאל סג״ל מברודא+