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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 12 · p. Seite 542

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 12
Article
Ein archivalisches Curiosum
Date
1887-01-01
Page
Seite 542 (sequence 5)
Language
German
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Ein archivalisches Curiosurn. der Hofkammer, jetzt Finanzministerium: ״iech bin den juden als lesterer unseres Heilands nie genaigt und mm mich ier nie gern an, aber der jnd hat wenig guets, darumb bin ich es wollen die Herren darob sehn, damit die unmündigen Khünder bedacht wehren". Marcus Teuscher, Jud von Ungarisch.Brod (in Mähren). Meuslin Johanna ist jene, welche einen Neffen Mardochai Meisels, Namens Samuel geheirathet hatte. Wie be» kannt, wurde der Nachlaß Meisels consiscirt. Johanna Meisel erhielt im Jahre 1614 in Folge einer Empfehlung des Herzogs von Braunschweig aus dem Nachlaffe Fl. 400». Michael Simon (aus Rußland). M o n a s ch, Jud. Veit Munk. Wir hatten bereits wiederholt Gelegenheit, über diesen Mann zu sprechen. Er führte den Titel Rabbiner. Ob er wirklich als Rabbiner fnngirte oder eben blos den Titel als solcher führte, wiffen wir nicht. So viel ist gewiß, daß er wie seine anderen Glaubengenoffen (er lebte zu Anfang des 17. Jahrhunderts und war bereits 1614 gestorben) Handel trieb. Ihm war das Recht eingeräumt, eine Synagoge in Wien zu halten. Zunz, den ich um Ausschluß bat, meinte, es könnte Weide! sein, der in den ״Inschriften" S. 15 Nr..77 angeführt ist. Nachdem er gestorben war, wurde seine Gattin Gertrud eingesperrt (die Ursache ist nicht angegeben). Auf Befehl Mathias vom 8. Sept. 1614 wurde sie freigelassen. Möglich ist es auch, daß Veit Munk vor seinem Tode nach Worms ging, von wo er gekommen und dort gestorben ist. Oppenheimers. Die Familie Samuel Oppenheimers. Abraham Rieß und Löbel Abraham Rieß gehörten zu denjenigen, welche mit dem preußischen Residenten in Wien, Andreas Neuman, unterhandelten, nach Preußen zu übersiedeln,

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