Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 3 · p. Seite 141

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension] / R.
Date
1887-01-01
Page
Seite 141 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
spine
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2829132-2829626-2829630--24071-2876716
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Recenston. 141 eine archivalische Moment, daß im Laufe zweier Jahrhunderte drei und dreißig Anfragen an den Rath der Stadt Frankfurt kamen, die die rechtlichen Verhältnisse der Frankfurter Juden be« trafen. Die bei weiteren nleisten dieser Anfragen kamen aus der nächster Nachbarschaft von Frankfurt. Das ist Alles und zu diesen dürren Inhalt dieser volle Titel, der die größten Erwartungen erweckt? Herr Neustadt meint, daß die Frankfurter Gemeinde erst im 16. Jahrhundert zu größererDedeutung gekommen sei. Es ist bekannt, daß die Frankfurter Judengemeinde erst gegen Ende des zwölften Jahrhunderts, meist von französischen Flüchtlingen gegründet worden ist. (Vgl. Graetz, B. VII. S. 110). Ein halbes Jahrhundert darauf brach eine Juden« Verfolgung aus und wenn König Konrad sich über den Scha« den beschwerte, den die kaiserliche Kasse durch Ermordung und Plünderung der Kaiserlichen Kammerknechte erlitten hat, so läßt dies doch immerhin auf eine nicht unbeträchtliche jüdische Gemeinde in Frankfurt schließen. Wenn ferner hundert Jahre darauf die Bürger für die den Juden entrissene Habe an den Kaiser eine Pön von 20000 Mark zahlen, so ist dies auch ein Beweis, daß die Zahl der Juden in Frankfurt schon damals nicht gering gewesen ist. Schon daß Konrad III. und Karl IV. soviel Aufhebens von den Revenüen, die ihnen die Frankjurter Juden eintrugen, machten, spricht jedenfalls dafür, daß die Judenheit dort nicht so winzig gewesen war. So kleinlich werden doch die Großen nicht gewesen sein. Leopold Löwenstein schreibt eine kurze Notiz über Memorbücher und bringt Auszüge aus einem Msmorbuch der Gemeinde Münden; dies Memorbuch befindet sich in der Merzbacherschen Bibliothek zu München. Herr Löwenstein scheint, wenn wir seine einleitenden Worte recht verstanden haben, der Ansicht zu sein, daß zuerst Jellinek durch seine beiden 1880 und 1881 erschienenen Schriften: Worms und Wien und Märtyrer und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.