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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 8 · p. Seite 366

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 8
Article
Die Midraschim zum Pentateuch und der dreijährige palästinensische Cyclus
Date
1885-01-01
Page
Seite 366 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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366 Die Midraschim zum Pentateuch, Und. der dreijährige Ordnung der Sedarim nicht immer constant und nicht überall dieselbe war, bei einigen Paraschas des Midrasch, denen beson. dere Homilien in einem oder beiden Tanchuma's entsprechen, gleichfalls annehmen dürfen, daß die betreffenden Stellen in der Genesis zu Sabbatlectionen bestimmt waren, auch wenn wir diese Sedarim in den oben genannten Verzeichnissen nicht finden. So haben Homilien zu Gen. 18,17, 19,1 die beiden Tauchumas, zu 19,24 Tanch. d. 21., zu 27, 33 die beiden Tanchuma's: diese Stellen bilden auch Kapitelanfänge in Bereschit rabba '). Freilich bleibt noch eine Anzahl von Kapiteln, die sich durch unsere Erklärung nicht begründen lassen. Dieselben finden sich vorzugsweise im Anfänge des Midrasch und bei den langen fortlaufenden Erzählungen der Genesis, bei deren jede Abtheilnng in der Schrift vermißt wird. Hier war es gewiß sachlich geboten, die einzelnen Abschnitte wegen ihres großen Inhalts oder weiten Umfangs behufs ihrer Auslegung in mehrere Paraschas zu zerlegen. 2lus einigen Kapiteln wird man noch auch ohne Hinzuziehung der Tanchumas auf besondere Sedarim schließen dürfen, manche andere lassen sich leicht mit den vorhergehendsn verbinden, und außerdem wissen wir gar nicht, ob der Autor des Midrasch die פתוחוח oder סתומות nur in derselben Zahl vor sich hatte, wie sie unser Text bietet. Wir haben die bestimmte st e ir Angaben, daß Codices und Masoreten hinsichtlich der Paraschiot vielfach variirten *). (Fortsitzuvg folgt.) ') B. r. Kap. 49, SO, 51. 67. Gen. 49,87, womit B. r. Kap. 99 beginnt, ist ein Seder im 'מחברת התיג. 2) Vgl. die masoretische Studie des Herausgebers im Märzhefte, die daselbst S. 105 citirte Stelle aus Maimuni, Hilchot Sepher Tora VIII, 4 und S. 107 über die Angabe des Gaon Zemach; dieselbe, angeführt in des Herausgebers kritischen Commentar zu den Psalmen I, S. 112, lautet: ואפילו במקראות שהם כתובים וקבועים יש שעו בחמ כין בכל לארץ ישראל בחסרות ויתרות ובפתוחות וסתומות ובפסקי הטעמים ובמסורת ובחיתוך הפסוקים.

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