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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 3 · p. Seite 140

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 3
Article
Aus Ibn Hazm's Kitab al-milal wa-l-nihal
Date
1885-01-01
Page
Seite 140 (sequence 2)
Language
German
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140 MiScellen. und die Juden (nemlich die Rabbaniten) nennen sie die Abtrünnigen und vom Satan Ergriffenen. Ihre Lehre besteht darin, daß sie die ©elc' e der Taurät, wie auch das, was in den Büchern der Propheten vorkommt, nicht zurückweisen, wohl aber von dem sich lossagen, was die Rabbinen lehren, und diese Lügen strafen. Die Sekte ist in Irak, in Egypten, in Syrien, in Andalusien dagegen in Toledo und Talavera zu finden .... Und die Isawija, dies sind die Anhänger des Abu Isa al-Isbahani eines Juden in Isbabau und ich habe gehört, daß sein Name war Alubammoä b. Isa. Sie nehmen die Prophetie Isa b. Mirjam’s und Muhammed's an. Sie behaupten nemlich, daß Gott Isa zu den Kindern Israels geschickt habe, wie dies im Evangelium vorkommt, und daß er einer der Propheten der Kinder Jsrael's sei. Ferner behaupten sie, daß Muhammed ein Prophet sei, den Gott mit den Gesetzen des Korans zu den Kindern Ismails und zu den übrigen Arabern geschickt habe, so wie Ejjub ein Prophet unter den Kindern Isaw's und wie Balaam es unter den Kindern Nuab's war, wie dies alle Sekten der Juden bekennen." Das Zeugniß eines spanischen Schriftstellers über die Verbreitung der Karäer im elften Jahrhundert dürfte einiges Interesse haben. Aus dem folgenden Jahrhundert haben wir mehr Zeugnisse über sie. — lieber Abu Isa haben schon Grätz ') und Pinsker ף das vorhandene Ma. terial zusammen gestellt. Neu ist im Berichte Ibu Hazm’s, daß er die Prophetie Isa's anerkannt habe, die Beleuchtung durch das Beispiel Ejjub’s und Balaam’s und daß er Nubammsck b. Isa geheißen habe * *). Wie aus den Excerpten ersichtlich, ') Geschichte V Note 18 p. 486 u. si. ') Lilkute kadmonijoth p. 10 u. 25 f. *) Daß die ,Isawija die Prophetie Muhammed’s anerkannt haben, bemerkt auch al-Igl, s. die Bemerkung Haarbrücker's in seiner Uebers. des Schahrastäni 11 p. 421 zu S, 259.

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