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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 2 · p. Seite 50

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 2
Article
Überbleibsel der sabbatianischen Sekte in Salonichi
Date
1884-01-01
Page
Seite 50 (sequence 2)
Language
German
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SO Ueberbleibsel der sabbatianischen Sekte in Salonichi. behalten, betrachten sich als Juden und leben heimlich als solche, auf die Gefahr hin, von den mohammedanischen meltlichen und geistlichen Behörden als Ungläubige oder als Renegaten der schwersten Züchtigung unterworfen zu werden. Beweist dieses zähe Festhalten am Judenthume nicht die Vortrefflichkeit desielben? Die Thatsache von den Ueberbleibseln dieser Sekte, welche trotz ihrer muselmännischen Haltung von den Türken Ungläubige D ö nm 6 (Deunmeh) genannt werden, ist allerdings bekannt. Carl Braun hat vor wenigen Jahren (1876) in der Erinnerung aus seiner türkischen Reise etwas über die Oöiullö berichtet'). Aber wie dunkel ist diese Kunde! Da diese Sabbatianer ihr Wesen mit peinlichster Sorgfalt verborgen halten, so kann selbstverständlich davon nur wenig in die Oeffentlichkeit dringen. Daher bemerkt Braun, daß die abenteuerlichsten Gerüchte über diese Sekte in Umlauf sind. Er selbst hat auch nur Dürftiges über sie erfahren können. Um so interessanter wird es für die Leser sein, Wesen, Glaubensbekenntniß und Gebräuche dieser Sekte nach der Schilderung einiger Anhänger derselben kennen zu lernen. Ich bin so glücklich durch Vermittelung eines lieben französischen Freundes, — dessen Namen, so wie die Namen der Sabbatianer, welche deren in tiefes Geheimniß gehülltes Verhalten demselben mitgetheilt haben, — verschwiegen werden müssen, höchst Interessantes aus diesem Conventikel erfahren zu haben. Ich kann indeß die Versicherung geben, daß die weiterfolgende Schilderung völlig a u t h e n t is ch i st. Ich werde sie zum größtentheil in wärtlicher Uebersetzung aus dem Französischen und in der Reihenfolge wiedergeben, wie sie mir zugegangen ist. Nur das Allgemeinste schicke ich zur Orientirung voraus. ') Vgl. Monatsschr. Jg. 1877, S. 130 fo.

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