Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 6)
- Language
- German
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Kecenftotten. 143 der Sittlichkeit, Wahrheitsliebe, Nächstenliebe, Wohlwollen im Urtheil, Vermeidung von Haß und Groll, Vaterlandsliebe, Liebe zu den Glaubensgenossen, Reue ihre Stelle finden. Das ״sittliche Handeln" bildet darauf den Inhalt des dritten Abschnittes und erscheint in Kap. 1 als individuelle Sittlichkeit sowohl in Betreff des äußern wie des innern Lebens, indem Leben und Gesundheit des Körpers, äußeres Eigenthum und äußere Ehre sowie Gesundheit der Seele» geistiges Eigenthum und Menschenwürde zur Erörterung gelangen; sie erscheint als Sittlichkeit in der menschlichen Gemeinschaft (״sociale Sittlichkeit"), und zwar hinsichlich der allgemeinen Verhältnisse in der menschlichen Gemeinschaft in Kap. 2, wo Gerechtigkeit, Geselligkeit, Wohlwollen, und hinsichtlich bestimmter gegenseitiger Verhältnisse in Kap. 3, wo die Verhältniffe aus freier Wahl, die persönlichen sowohl als die Berufsverhältniffe, und endlich die gegebenen Verhältnisse in den Kreisen des Familienlebens, nationalen und religiösen Lebens auseinandergesetzt werden. Der ״Gottesverehrung" ist zum Schluffe der vierte Abschnitt gewidmet» welcher in Kap. 1 vom Gebete, in Kap. 2 von den Zeugnissen handelt» die A) in Sabbat und Festen, B) in Geboten für eintretende Anlässe bestehen, und endlich in Kap. 3 die Gebote der Heiligung vorführt, zu denen Vf. die Speiseverbote, die Eheverbote und die einschränkenden Verbote anderer Art zählt. Ein großer Vorzug in der Durchführung des in diesem Inhaltsverzeichnisse angedeuteten weitschichtigen Planes ist die Einsetzung der klassischen Bezeichnungen aus der biblischen und nachbiblischen Literatur in ihr bisher mehr oder weniger verkümwertes Recht, wobei Vf. lehrreiche Erörterungen über die bibli» scheu Ausdrücke ',חכטר!, צדקה, יראת ר u. s. w. gelegentlich anstellt, und die gleichzeitige Ausscheidung der aus heidnischem oder streng philosophischem Gebiete stammenden und deßhalb aus Mißverständniß vielfach gemißbrauchten Benennungen, wie Cersmonie (caerimonia), Ceremonialgesetz, Religion, Tugend. Lehrern und Schülern wird durch diese Sprachreinigung ein erheblicher Dienst geleistet, da die heimischen Ausdrücke in ihrer Einfachheit