Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1881)
- Article
- Die jüdischen Steinsarkophage in Palästina
- Date
- 1881-12-01
- Page
- Seite 533 (sequence 5)
- Language
- German
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Die jüdischen Steinsarkophage in Palästina. 533 erst die Leichen in Gruben und erst, wenn das Fleisch verwest war, die Gebeine in einen Cedernsarg gelegt hat *). Dieses Verfahren wird als לק1ט עצמות bezeichnet, wobei eine kleine Trauer iiblich war *). Wie wurde aber die Verwesung des Fleisches bewirkt, die doch erst nach einer geraumen Zeit zu erfolgen pflegt? Mai: legte die Leiche in Kalk, und dieses Ver׳ fahren beförderte den Verwesungsprozeß *). Zwischen der ersten Bestattung der Leiche und der zweiten bei dem Sammeln der Gebeine verstrich nur kurze Zeit; die erste war eigentlich ein provisorischer Akt. Man legte die Leiche zuerst in eine offene Grube, welche 1« genannt wurde. In dieser wurde das rasche Berwesungsverfahren angewendet und dann erst die Gebeine in bem Grabgewölbe untergebracht. Dadurch ist Mancherlei erklärlich. Zunächst die geringe Dinlension der aufgefundenen Sarkophage. Sobald das Fleisch ') Jerus. Mocd Katan!>. 80 cl correctcr erhalten, als Parall. das. Synhedrin 23ä: בראשונה היו קזכרץ אותן (המתים) במהמרות נתאכל הכשר היו מלקטין את העצמות וקוברין אותם כארזים. Das Wort מהמורות ober eine L.A. מכמורות ist zwar nicht ganz verständlich, dürfte aber nach der Bedeutung, die es im biblischen Hebräisch hat, Grube, bedeuten. Dadurch ist wohl die dunkle Stelle Semachot o. 13 zu erklären: המוציא עצמות) בכוך באסטן לא יזיזם ממקומן). Jedenfalls ist zu l. או כאמטן (N. Brüll Jahrbücher 1 S. 55). Dann kann gelesen werden;בוסט, d. h. Possata, Plur., Grube (vgl. PesiktaRabbati ed. Friedm. p. 197a: עושה להם בם אטה כתוך הארון und Güdemanns Erklärung fossata). כוך selbst war ein Grab, aber unbedeckt. Moed Katan p. 8b; מאי מכין ומאי קברות? מכין בחפירה וקברות כבנין. Da diese provisorischen Gräber offen waren, so konnte man bei denselben Nachsehen, ob nicht ein Scheintod vorhanden war (Semach. e. 8): יוצאין לבית הקברות ופוקדין על המתים ג' ימים. Diese כ וכין scheinen innerhalb des Grabgewölbes ausgehöhlt gewesen sein. Es heißt (das. 13): העושה מך בקבר. So kann וסטן oder Fossata eine Grube außerhalb der Familiengruft sein. ') Vgl. Perles, die Leichenfeierlichkeit im nachbiblischen Judenthum, Mschr. Jg. 1861, S. 391. Bgl. I. Moed K. p. 80 d und ParaU.: ליקוט .עצמות מלקט עצם עצם משיתאכל הבשר י) R. Samuel b. Me!r (רשבס zu Nidda 17 b, Toßafot 3): ודרכן היה למוח מבין בסיר ... להרקיב המת.