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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-11-01 · Heft 11 (November 1879) · p. Seite 501

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 11 (November 1879)
Article
Illegitime Mischehen in Judäa vor und nach dem zweiten Untergang des judäischen Staates und ihre Folgen
Date
1879-11-01
Page
Seite 501 (sequence 21)
Language
German
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Untergang des judäischen Staates und ihr« Folgen. 501 Nun trat gar die Katastrophe des erbitterten Krieges gegen die Römer und des TenlpeluntergangeS ein. Die aristokratischen Ahroniden, die Liebediener der Herodianer und Römer waren zwar beseitigt, aber die Nation war geschwächt. Hirnderttausende von Krieger» waren gefallen, beinah eine Million zu Gefangenen gemacht, die Städte Galiläa's und Judäa's waren ebenso wie Jerusalem mit Sturm erobert, wobei eS die römische Soldateska nicht an Eeenen rohester Bestialität fehlen liest. Die diese Katastrophe überlebenden Gesetzeslehrer haben in Folge dessen das Gesetz erlassen, dast das in einer erstürmten Stadt anwesende weibliche Geschlecht in mannbarem Alter für eine Priesterehe untauglich sei, die Gatten nicht länger mit ihre» Ehefrauen lebe» dürfen Gleichviel ob dieses Gesetz erst in dieser Zeit festgestelll wurde oder schon früher bestaild, es erwuchs daraus eine Verlegenheit für die überleben» den Ahroniden. Die schönsten Mädchen waren von NespasianS und Titus Legionen in Gefangenschaft geschleppt, und die Zurückgelassenen waren im Verdachte gewaltsamer Schändung. 'Mo־ her sollten die ahronidischen Jünglinge unverdächtige Frauen nehmend Es blieb ihnen nur übrig, solche unter den außerpalästinensischen Familien zu suchen. Solche scheinen in großer Zahl besonders aus dem benachbarten Syrien sich nach der Katastrophe in Palästina angesiedelt zu haben, theils weit sie in ihrer Heiniath von der heidnischen Bevölkerung trakassirt wurden, und theils weil die von dem Sieger annectirten und feil gebotenen Ländereien um einen billigen Preis erworben werden konnten. Daher finden wir kaum zwei Jahrzeh nde nachher Galilga und Juväa, während der Kriegsjahre fast entvölkert, wieder mit Bewohnern gefüllt. Jüdische Ansiedler ans der Fremde müssen diese Landstriche bevölkert haben. ') Mischna Ketabot 11.

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