Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 9 (September 1879)
- Article
- Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
- Date
- 1879-09-01
- Page
- Seite 407 (sequence 23)
- Language
- German
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feine Ursprache, seine Abfaffungszeit und Tendenz. -107 daß Saphet zur Zeit R. Abbahu' S mindestens im dritten Jahrhundert existirt hat. Damit stimmt Josephus' Angabe, daß S e p h (Saphet) in der Nähe von Achobora nnd Meron gelegen hat. Die von Hieronymus erhaltene LA. in der Vulgata: i n sinait ica parle habens Sep 11 e t ist also die einzig richtige. Die LA. </ <> y «> y in BO. läßt sich zur Noth auch daraus zurückführen. Saphet lag und liegt aus einem Bergkegel. ES kann also auch genannt worden sein טורא צפת oder צפח טור, also Das brauchte nur in y verwändel! worden zu sein (vgl. w. u.) und der Name bekam den Laut 2k t </ t y <״ g. Daun kann die Silbe 2t ausgefallen sein, und den Nest </<•)״>׳(,> hat ein halbwissender Abschreiber nach der Analogie von פעור in (f.oyou(׳ verwandelt. Die Entstehung dieser Variante, welche Reusch für unmöglich zu erklären hielt, kann doch erklärt werden. Wir haben jetzt das Resultat, daß der Vers. Tobit's Ge׳ buctsort augesetzt hat: zwischen K ade sch einerseits und Saphet andererseits, und im Westen lag ihm Chazar. Welche Stadt kann darunter zwischen Kadesch und Saphel gemeint sein? Es giebl nur einen einzigen Punkt, der dazu paßte, nämlich Gischala (hebr. גישחלכ.), von dem fetten, ölreichen Boden so genannt. Gischala wird im Talmud als eine eben so alte Stadl bezeichnet, wie Sepphoris und Jotapata. Es ist die Rede von der A k r a Gischala's חקרא של גושחלב (vgl. Neubauer Geograp. du Talmud p. 230 fg.). Damit könnte die disharmonirenden LA. Thisbe-Gebuel (ob. S. 104) in Harmonie gebracht werden. Auch dabei kann y in >'- verwechselt worden sein, also rta{S1t --- G1aßrt und Gebuel kann Transposition von Chalab sein. Von der Zusammensetzung G i s ch a l a b kann der eine Text die ersten Sylben und der andere die letzten wiedergegeben haben. Es ist mindestens wahrscheinlich, daß der Vers. Gischala als Geburtsort Tobit's an-