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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-06-01 · Heft 6 (Juni 1879) · p. Seite 285

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 6 (Juni 1879)
Article
Über die zu meinem Aufsatze "Zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen
Date
1879-06-01
Page
Seite 285 (sequence 7)
Language
German
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״zur Geschichte der ^alascha-?" benutzten Quellen. 2% Der PhineaS (פנחס), welcher nach Bruce bei dem Gemetzel der Falaschas entkommen sein soll, und von dem er nichts weiter sagt, mag ein Prinz des Gidconschen Hauses gewesen und von FasilidaS wieder als König oder Fürst eingesetzt sein, und von diese»« die späten׳. Gideonen abstamnien. lieber den Wohnsitz dieses Fürsten spricht sich MarcnS ans, leider ohne Angabe seiner Quellen, «vas auch von Rüppctt II. 218 in der Note, gerügt ivird. Rüppell erzählt übrigens an dieser Stelle, datz man ihm bei seiner Durchreise durch Semiön unfern des Weges einige Schutthaufen zeigte, ivelche von der ehemaligen Residenz der Falaschaköllige herrühren sollten. Da aber nach der Beschreibilng des Weges diese Trümmer nicht auf der Spitze des Berges liegen, vielmehr der Reisende von dem betreffenden Punkte aus noch über eine Stunde zu steigen hatte, so kann cs nicht die alte Stadt ans der Ambahai oder Ainba Gideon, dem Indenfelsen des Bruce, sondern nur eine der später!« Residenzen, vielleicht Missurat, gewesen sein. lieber den endlichen Untergang der jüdischen Fürstendynastie habe ich nichts Näheres ermitteln können. Ueber den noch 1807 existirenden Sprössling derselben Aba Gideon und das! die erste Gemahlin des Kaisers Theodor gleichfalls von dieser Dynastie abstammte, erzählt Halvvy in seinem Berichte S. 15. Theodor selbst stammte nicht, wenigstens nicht von väterlicher Seite, von der alten abessinischen Kaiserfamilie, dagegen behauptetc er, das! seine Mutter, die übrigens eine arrne Wäscherin oder eine Verkäuferin von Kusso (abessinisches Heilmittel gegen den Bandwurm) gewesen sein soll, von derselben abstamme, eure Prätentation, wegen «velcher er von seinen Gegnern vielfach verhöhnt ivurde. (Schluß f-lgt.)

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