Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 3 (März 1879)
- Article
- Über die zu meinem Aufsatze "Zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen
- Date
- 1879-03-01
- Page
- Seite 140 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829514-2829518-2871185--18704-2871242- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
HO .t!׳C1'nü01u׳H1: Literatur mit der» alte» Testamente Aehnliches zeigt, herbeigezojini, ihr unsäglichem Entzücken endlich, in welches sie bei diesen ihren kostbaren Funden ansbrachen — dies Alles wird in sebr anziehender Weise dargestellt. Um aber demnächst klar zu machen, warum die Kirchenväter mit so grenzenloser Liebe an Plato hingen, das; sie ihn zum Schüler Moses machte», andererseits sich mit diesem allein nickt begnügten, sondern sich in die Arme seines Lehrers warfen, giebt Vers, eine Schilderung der Unruhe und Unstäligkeit,!oelcke nack dein vollständigen Verfalle des mnthologische!; Glaubens und in Folge der iinmer »!ehr um sieb greisenden Sophislik sich der Geister bemächtigten und das Verlangen in ihnen erweckten, eine sichere Erkenntnis;, und zwar aus kurzem Wege, durch eine allen Zweifel verdrängende Offenbarung zu erlangen. Tie Thatsächliehkeit dieser psychologischen Umwälzung belegt der Vars, mit schlagenden Beweisstellen. Mit Ekel wand len sich die Denkenden von den ninhertappenden Philosophen; nur Einer stand »och bei ihnen in Ehre», und das war Plato. Wollten nun die Kirchenväter ihrer neuen, ans der jüdischen stammenden Lehre bei den Heiden Eingang verschaffen, und sie bei ihnen in lliespeer setzen, so war es an ihnen zu zeigen, wie dieser graste Plato seine ganze Weisheit aus keiner anderen Quelle als ans den Schriften Moses geschöpft, aus denen allein ewige, ursprüngliche Weisheit quillt. Moses und Plato predigen nur eine und dieselbe Lehre — das war nunmehr das Losungswort. Gestützt ans den Schultern der Aeuplatoniker und ganz besonders der alexandrinisch-jüdischen Philosophen, ward nunmehr lustig Trinität und Logos in die Bibel hineininterpretirt; denn der biblische Messias war nöthig, um den Logos in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. In dem nun folgenden 2. Abschnitte mit der Ueberschrift ״Indentlnua und Christenthum" zeigt der Verf., wie ba>d der Versuch der Ehristen, die jüdische Idee der einstigen Völkerverbrüderung anzubahnen, durch Einlenknng in falsche