Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1879)
- Article
- Recensionen.
- Date
- 1879-02-01
- Page
- Seite 86 (sequence 3)
- Language
- German
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86 Rccensionen. der zehn hebräischen Worte summirt, welches die eben erwähnten schöpferischen Potenzen bezeichnen (nämlich: ח:מ־, תכונה דעת כה גבירה געת: צדק ס׳שכט חסד רחברש) und noch die vier Buchstaben des Tetragrammaton hinzunimmt, so erhält m a n g e r a d e die Zahl von z w e i u n d v i e r z i g Buchstaben. Ter 42 buchstabige Name Gottes ist also nichts anderes als der Ausdruck für das Wesen Gottes und seiner Attributen ihn überliefern kann natürlich nicht nur bedeuten, die bloßen Worte lehren, sondern auch die durch die Worte ausgedrücklen Börstellungen von Gottes Wesen und Wallen-lehren, diesen Namen kennen und bewahren ist demnach nichts anderes, als die höchsten Wahrheiten der religiösen Erkennlniß hüten nnd hegen — —In derselben einfachen Weise löst steh aber auch das Näthsel von dem zwülsbuchstabigen Namen. Berach. 55 a. wird im Namen Nab's tradirt: יודע היה בצלאל לצ־ף אותיות ׳שגכראו כהס ׳שביס וארץ, denn ivie die Schöpfung durch ״Weisheit, Einsicht und Erkennntniß" vollbracht ward (Prov. 3, llld.), so heiße es auch von Bezalel, Gott erfüllte ihn mit Weisheit, Einsicht und Erkenntuiß (Ex. 35, 31). ״Diese drei schöpferischen Potenzen (nämlich חככה תכינה דעת) sind die ersten der obengenannten zehn, -zählt man die Buchstaben der hebräischen Wörter, so sind es z iv ö l f und die Kenntniß von dem zwölfbu>i>stabigen Gottesnanren barg die Erkenntnis; der drei höchsten Schöpserattribute: Weisheit, Einsicht, Erkenntnis; in sich". 311111 Schluß will Nef. seine Befriedigung darüber ausdrücken, daß der Vers, selbst im Verlaufe seiner Darstellung erkennt und hervorhebl, wie nothweudigerweise einer jeden solchen Darstelluug vorairgehen muß eine Untersuchung über das Verhältnlß der babylonischen Agada zu der palästinensischen, eine Untersuchung, in der die Frage nach der Ausnahme und Umgestaltung palästinensischer Agada in Babylonien der sorgfältigsten Behändlung bedürfen wird (vgl. S. 122).