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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-02-01 · Heft 2 (Februar 1879) · p. Seite 77

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 2 (Februar 1879)
Article
Über die zu meinem Aufsatze "Zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen
Date
1879-02-01
Page
Seite 77 (sequence 8)
Language
German
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zur Geschichte der Falaschas" benutzte» Quellen. 77 der Niederlassung der Falaschas in Abessinien, welche spätestens von dem Jahre 830 v. CH. datirt, wurden sie bis zum Jahre!800 von israelitischen Königen regiert. Diese Monarchen haben vom ersten Jahrhundert v. CH. bis 15,4:.׳ in einer auf einem hohen starken Felsen errichteten Stadt regiert, welche Ambahay hieß. Dieser Felsen liegt in dem südlichen Theile des gebirgigen Landes Samen tsoust au t! Semiön genannt). Seit 1542 war der Sitz dieses jüdischen Hofes zuerst in Jaloen, dann in Segarete und zuletzt tu Genezarah und Missnrat (in meinem Anssatz hat sich der Schreibfehler Missikat eingeschlicheir). Alle diese Plätze liegen in Samen. Diese Provinz liegt im Westen des Takassie, hat eine Länge von 80 geographische» Meilen (voic denen 00 auf einen Breitengrad gehen) und eine Breite von 8, 11 bis 10 Meilen. Eine hohe Gebirgskette dnrchschneidet das Land der Länge nach und macht es fast unnahbar. Tie Inden, welche diese Gebirgsgegend bewohnen, konnten deshalb seit ihrer ersten Niederlassung in Abessinien von hier durch die christlichen Herrscher und durch die Mauern von Aböl, als diese von 1538 bis 1543 Abessinien besetzt hatten, nicht vertrieben werden. Bor der im Jahre 325 geschehenen Einführung des Christenthums beherrschteil die jüdischen Könige anher Samen auch das ganze zwischen diesem Lande und dem (rothen) Meere belegene Land. Seit 330 (nach CH.) verloren sie nach und nach diese Provinzen, welche ihnen theils von den Christen, theils von deir Muhamedanern entrissen wurden, so daß ihnen nur Samen blieb. Dagegen bemächtigten sich die Judeir der westlich gelegenen Districte bis zum Dembeasee (Tzanasee). Ihre Könige blieben Herren dieser Provinzen bis znm iO. Jahrhundert. Bon diesem Zeiträume an bis 1030 wurden sie nach uild nach durch die christlichen Herrscher aus allen westlich voir Samen belegenen Ländern vertrieben, so daß ihnen von allen ihren

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