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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 6 · p. Seite 286

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 6
Article
Notiz.
Date
1878-01-01
Page
Seite 286 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Westgothen, ferner, nach dem Blutbade von 1391 in Sevilla und dann nach Verbannung der Juden aus der pyrenäischen Halbinsel. Die Geschichte der Verbannten auf diesem Boden hat daher ein besonderes Interesse. Im 14. Jahrhundert war Tlemcen (von den Spaniern Trancen genannt, hebr. תלמסאן), jetzt zur Provinz Algier gehörig, Hauptstadt von Maghreb. Der aus Spanien geflüchtete angesehene Talmudist Isaak Ben- Scheschet wurde in Tlemcen als Oberrabbiner angesteüt. Es ist daher verdienstlich, von Herrn Rabbiner Moise Weill in dieser Stadt, daß er begonnen hat, Urkunden für die Geschichte der Juden in dieser Gegend zu sammeln. Vor der Hand hat er mit der Erforschung der Grabsteinmonumente den Anfang gemacht und einige derselben im Onivers Israelite (Jg. 1878, Nr. 11, p. 339 fg.) miigetheilt. Herr Weill bemerkt, daß die alten Grabsteine auf dem Gottesacker in Tlemcen im Allgemeinen keinerlei Inschriften haben. Dadurch ist eine Quelle für Erinnerung der Geschichte der Juden in dieser Gegend verschlossen. Um so beachtenswerther sind die wenigen Inschriften, die er emdeckt hat. Es sind im Ganzen nur vier, von denen nur drei Daten haben, die eine von R. Jehuda Sasportas vom Jahre 1492, die zweite von N. Josua Ben-Maimon Ben-Sadon vom Jahre 1500 und endlich die dritte von eineni in dieser Gegend noch heutigen Tages als Wuuderthäter verehrten R. Ephraim Alnaqua, der nach einer Tradition im I. 1442 gestorben ist. Die Grabinschrift ist aber Tisch ri 1848 errichtet worden. Die beiden Letzten lauten: I. nt קבר היקר הנכבד המשכיל הנבון המושל העניו הר׳ ישיעה בר כה״ר מימון נ״ע בן סערון תהיה נפשו צרורה כצרור החיים לאור באור העליון:

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