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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 4 · p. Seite 168

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 4
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 168 (sequence 8)
Language
German
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168 Die Religionsphilosophie des Abraham ihn Daud aus Toledo. erreicht haben, damit mit den vegetativen Kräften sich eine neue Kraft, die animalische Seele verbinde. Die in der Thierseele zu den Kräften der Pflanzenfreie noch hinzutretenden Kräfte sind zweifacher Art: Kräfte der Wahrnehmung und Kräfte der Bewegung'). Die verschiedenen Wirten der äußeren wie der inneren Sinneswahrnehmung müssen nämlich auf ebenso viele verschiedene Seelenkräfte zurückgeführt werden*). Denn was zunächst die äußeren Sinneswahrnehmungen betrifft, so läßt sich ihre Verschiedenheit weder durch die verschiedene Beschaffenheit der Sinneswerkzeuge, noch durch die Verschiedenartigkeit der wahrnehmbaren Stoffe erklären. Der Grund, warum das Auge z. B. keine Geschmacksempfinduug hat, kann nicht darin, gesucht werden, daß etwa das Auge an Zartheit unb Zahl der Empfindungsnerven der Zunge nachsteht, denn wie wäre es dann zu erklären, daß die Farbenempfinduug dem Auge und nicht der Zunge zugänglich ist? Aber auch die Verschiedenheit der wahrnehmbaren Stoffe bietet für diese Erscheinung keine Erklärung, denn obschon der Honig z. B. derselbe für das Auge wie für die Zunge ist, so ist die Süßigfeit desselben doch für diese wahrnehnlbar, für jenes aber nicht. Es bleibt mithin nichts Anderes übrig, als für die verschiedenen Sinneswahrnehmungen verschiedene Kräfte anzunehmen, von denen eine jede die Trägerin einer bestimmten Art von Wahrnehmungen ist. Ebenso verhält es sich aber auch »uit den innern Sinneswahrnehmungen, deren Verschiedenheit gleichfalls nur aus der Verschiedenheit der sie erzeugenden Kräfte erklärt werden kann. Würden alle diese Wahrnehmungen auf eine Kraft zurückgehen, so müßten ja auch alle stets vereinigt und zu gleicher Zeit in's Bewußtsein treten, und nicht, wie es in Wirklichkeit '> Em. Ram. Text S. 26, deutsche Uebers. S. 3t. *) Em. Ram. S. 31 Text, deusche Uebers. S. SS.

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