Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 11 · p. Seite 449

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 11
Article
Entstehung und Werth der Megillat Taanit
Date
1876-01-01
Page
Seite 449 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2829132-2829472-2829484-2869659--17119-2869686
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Entstehung und Werth der Megillat Eaanit. 449 zusammengeschmiedet hat. Er schreibt die Einleitung zum Ganzen, natürlich auch die Worte: לעורר על ישראל על הבכורה wörtlich ab, unbekümmert darum, daß die Ausführung wenig dazu stimmen will. Denn während im Ber. r. die Jsmaeliten sich in der Thal bei ihrer Forderung auf das Recht der Erstgeburt berufen, dreht sich der Wortkampf im Babli und im Scholion in allen drei Fällen nur um das Thema ארץ כנען שלנו, für welches Schriftverse von beiden Parteien herbeigebracht werden. In den Einzelheiten der Darstellung ist der Scholiast dann mehr dem Bericht des Babli gefolgt, bis er am Ende, wo ihn der Babli verläßt, in die Relation des Midrasch wieder einlenkt. Der Schluß der Erzählung, die . Scene zwischen Gebiha und Alexander vor dem Ällerheiligsten, sieht beim Scholiasten sogar fast wie ein Commentar auf die unklarere Schlußwendung des Midrasch aus * *). Die Abweichungen, die er sich von beiden Relationen erlaubt hat, sind nicht erheblicher, als sie sonst bei der Reproduction desselben Midraschs in verschiedenen Quellenwerken zu sein pflegen. Nach alledem läßt sich als unzweifelhaft annehmen, daß der Scholiast^) nicht früher als in das siebeute nachchristliche Jahrhundert zu setzen ist. Er hat in unkritischer Weise gute und schlechte Quellen ausgeschrieben und dadurch, daß er nach der bekannten Manier pseudepigraphischer Schriftsteller die Borajtot *), welche in den ') Eine ähnliche Drohung gegen Gebiha b. Psisa bei einer andern Veranlassung mit Anspielung auf seinen Namen s. Sanhedrin 91 a, vgl. Aruch s. v. גביע. *) wie übrigens bereits Zunz (G. V. S. 128) mit divinatorischem Blick richtig erkannt hat. *) Discussionen der Amoräer über die Gedenktage herbei zu ziehen, hat er sich wohlweislich gehütet. Er hätte dadurch die Illusion, die er erwecken wollte, Mit eigener Hand zerstört. Darum bringt er z. V. zum 15׳V zwar alles dasjenige, was in den Borajtot jer. Taanit 4, 7 (68 d), babl. das. 28 a über das Holz-Opfer berichtet wird, nicht aber die veryrankkl. Mon-UschrUt xxv. 11. 29

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.