Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Familie Gradis
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 7)
- Language
- German
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Die׳ Famrüe' GraÄs. r-<׳ ' m. *tfgy Sr[ fe' ״ }rt boi Mund dieser Mutter zu legen und sie auf dij Situationen des Romans paffend anzuwenden wußte. Beß einer Orgie, wie sie zur Zeit der Regentschaft in hüllenloser Schamlosigkeit gefeiert zu werden pflegte, erfährt der lasterhafte? Regent Philipp H, daß der reiche Jude Schaul, eine reizend schöne Tochter besitze, und seine Brunst wird rege, sie unter sei-? nen Krallen zu haben. Gcwiffensbedenken kennt er nicht. Flugs E sendet er die kouös seiner Orgien mit seinem Minister undß Kuppler, dem Abt Dub ois, ab, die schöne Jüdin zu raubend und sie ihm zuzuführen. Sie stoßen auf die Mutter, die sich: mit Löwenmuth bewaffnet, ihre Tochter vor den Griffen der s Eindringlinge zu schützen, die als Abgesandte des Herrscherss von ihr Fügsamkeit verlangen. Mit Kraftworten der Bibel redet sie besonders dem theologisch geschulten Sünder, dem; Abbö, ins Gewiffen: velui qui enovia des messages pär ua| fou, se coupe les pieds et boit la peine du tort qu'il faitf (Spr. 36, 6). Va dire ä ton mailre que les fennnes de ׳notref nation ne seprostituent pas aux hommes de la Vötre. Der bi«, belkunde Dubois bemerkt dazu: l>a pellte juive, a qui 8a möre n'a aans deute donnd d'autre livre s lire que la Bible, croit nous raraener dans la bonne voie en nous citant, les uns apres les autres, les proverbes de ce vieux radoteur de Salo-f man. Es liegt viel ÄMst darin, goldene Worte der Bibel inD einen Romqn einzuflechten. Madame Eugenie Foa verdient^ daher auch in der jüdischen Literaturgeschichte einen Platz. Ein Sohn von Isaak Rodrigues um Esther Gradis, Herr H t p־| polyt eRo drig u es, als historischerund philosophischer Schrift steller bekannt, verleiht der Familie Rodcigues-Gradis durch originelle literarische Arbeiten einen neuen Glanz. Die innige Freundsch aft, die den Verf. dieses mit Herrn Rodrigues seit einer langen Reihe von Jahren verbindet, legt ihm Stillschweigen auf, die litera rischen Leistungen desselben nach ihrem hohen Werthe an dieser Stell hervorzuheben. Es genüge, sie hier aufzuführen. Sie sind sämmtlid üfe•׳: