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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 7 · p. Seite 300

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 7
Article
Aktenstücke zur Confiscation der jüdischen Schriften in Frankfurt a. M. unter Kaiser Maximilian durch Pfefferkorns Angeberei
Date
1875-01-01
Page
Seite 300 (sequence 12)
Language
German
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300 Aktenstücke zur Confiscation der jüdischen Schriften in Franks, a. M. alle Gemeinden Deutschlands, zu einem Gemeindetag auf den 15. Marcheschman in Frankfurt zur Berathung zusammen zu kommen. — Das Schreiben des Erzbischof Uriel an den Kaiser und an Hutten (5 Act. Nr. 6—7) gehört chronologisch hierher.י) ״ (יAller durchlauchtigster, großmächtiger Kaiser rc. Ich Hab verstauden, wie Eure Maj. einem genannt Johann Pfefferkorn Befehl geben Hab, etliche Bücher so die Juden ... in ihren Synagogen, Libereien und bei ihren andern Händen haben, sie nicht allein unserm christ. Glauben zu Schmach und Uebel.. und wie er die also gestellt sind, ihm zu antworten Gewalt geben, haben sollt, darunter denn die Juden in meinem Kreise seßhaftig auch begriffen. Wenn ich aber, allergnädigster Herr, daß. solche Bücher bei den Juden in meinem Stift vormals nie kein Gericht und Red gehört und gegrünter Pfefferkorn zu Erforschung solcher Sachen niet genugsam und auch ungeschickt erkennen und in die Gelehrten der heiligen Schrift gleicherweis niet genugsam und ungeschickt erachten, so habe ich, E. K. M. sein Ungeschicklichkeit unangezeigt,י nicht wollen lassen, damit E. K. M. das Wissen haben und wo er um weiter Befehl solcher Erforschung bei E. K. M. fuchen wird zu dem Festen darnach richten mag und unterthänig bitten E. K. M. so der Sach halben Etwas weiteres an E. Kaiserliche Majestät durch andere witzhafte Person der Jüdischheit halber in meinem Kreise anlangen werde zu verstehen geben, will ich in Erforschung solcher Sachen durch meinem Kreise aller Gebühr halben Gegeben zu Aschaffenburg Freitag Hieronymus (5. Sept.) Uriel, Erzbischof zu Mainz und Churfürst. 7. Uriel von Gottes Gnaden, Erzbischof zu Menz, Lieber Getreuer! Welcher Gestalt mir Kais. M. . . . einer Sach halben haben thun schreiben, willst du auch hierin (?)!'nehmen. Begehren darum an dich mit Ernst befehlen, du wollst bei K. M. fordern und an sein, damit dem Pfefferkorn kein weiter Befehl oder Gewalt in solcher Sach von K. M. geschehn und du so von wegen der Juden solch Brief bringen und beförder- Lich sein, damit sie ihre Bitt bei K. M. erlangen mögen, darin wirst du unsere Meinung insonder guten Gefallen Gegeben zu Aschaffenburg, Freitag Hieronymus. Unserm Marschalk und lieben Getreuen Freien von Hutten.

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