Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die assyrischen Invasionen und Eroberungen in Palästina, im samaritanischen und judäischen Reiche
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 493 (sequence 13)
- Language
- German
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im samaritanischen und judäischen Jteiche. 493 auch nach einer großen Prunkinschrift, welche die Ereignisse von! Beginne seiner Regierung bis zu seinem 1?teil I. berichten wollte (Schräder, Keilinschrifteil uild alt. Testainent S. 134). Alle diese Angaben kann man sich gefallen lassen, sie sind unschuldiger Natur und störell die beglaubigte Geschichte nicht. Zweifel- Hafter ist schon die chronologische Bestimmtheit, daß T. -P. 745—728 nach Schräder oder 744-—726 nach englischen Assyriologen regiert habe. G. Rawlinson bezeichnet ihn als Tiglat P. den zweiten, Schräder dagegen als IV. Auch das inag hingehen. Wenn aber Schräder immer uird immer behauptet, Tiglat-Pilesar sei identisch mit Phul uild dieser wieder mit dem im Ptolemäus babylonischen Negenten-Kanon genannte Por (eigeirtlich Chinizipor,) so muß dieser angeblich aus assyrischen Inschriften beurkundete Jdentificirung entgegengetreten werden. Nicht die biblischeil Urkunden allein unterscheiden Phul von Tigl. P., soildern auch assyrische N a ch r i ch t e n, welche bei griechischen Historikern erhalte:! sind. Ans ihren Angaben geht hervor, daß zwischen Phul und Tiglat-Pilesar ein Dynastie- Wechsel vorgegangen sein muß, wovon die Assyriologen in den Inschriften keine Spur gefunden haben. Zwei Nachrichten sind nämlich bei griechischen Schriftstellern über einen assyrischen König erhalten, die, wenn man sie combinirt, entschieden von Tiglat-P. und seinem Vorgänger Handein. Auf Eine derselben hat M. v. Niebuhr aufmerksam ge- :nacht (Asur uild Babel S. 131 Note). Aelian erzählt nämlich in der Thiergeschichte bei den Eigenheiten des Adlers (XII, 21): Ein König von Babylon, den! verkündet worden, der von seiner Tochter zu gebärende Sohn werde ihn stürzen, habe sie eingesperrt; nichts desto weniger sei sie heinilich von einein Manne beschwängert worden. Den von ihr geborenen Sohn habe der Wächter aus Furcht vor dem König von der Akropolis gestürzt. Ein Adler habe das Kind iin Sturze aufgefangen und in einen Garten gebracht. — Kul x0f.1C^ec tg xrpiov nva. Der