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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 7 · p. Seite 304

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 7
Article
Das Datum der Schlacht bei Kharkhemisch und der Beginn der chaldäischen Herrschaft über Judäa
Date
1874-01-01
Page
Seite 304 (sequence 16)
Language
German
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804 Das Datum der Schlacht bei Kharlhemisch und der Beginn nisation der Landestheile beschäftigt genug gewesen sein, welche ihm nach der Eroberung Ninive's zugefallen waren. ') Folglich kann die Fastenversammlung nicht im zweiten Jayr Nebuk. wegen der von ihm drohenden Gefahr in Jerusalem stattgefunden haben. Es leuchtet vielmehr ein, daß die in LXX erhaltene L. A. richtig ist, daß diese Versammlung wegen der drohenden Aussicht auf Knechtung erst dem achten I. Joak. d. h. dem 4. *) M. v. Niebuhr bemerkt (Gesch. Assurs und Babels S. 209): ״Vergegenwärtigen wir uns dies Alles, so wird es uns begreiflich, daß wir Nebukudrussur nicht von den 8. I. seiner Negierung wieder in Syrien finden. Er hatte in Babel und der östlichen Hälfte seines Reiches genug zu thun ... die Heeresstraßen anzulegen, mit Wafferstationen und allem Röthigen zu versehen . . . Zuerst mußte die östliche Hälfte des Reiches vollkommen in Ordnung gebracht und die Communication mit der Westlichen gesichert sein." Diese Bemerkung beweist entweder zu viel oder gar nichts, und widerspricht Niebuhrs eigener Annahme. Auck er nimmt nämlich an, (nach dem angeblichen Berosus-Referat), daß Nebuk. bereits zur Zeit seiner Thronbesteigung große Eroberungen bis Aegypten gemacht habe. Wie konnte er das, wenn er mit der Reorganisation seiner östlichen Reichshälfte vollauf beschäftigt gewesen wäre? Konnte er das trotzdem im 1. I., so konnte er es auch vor den 8. I. wiederholen. Niebuhrs richtige Bemerkung führt daher zur Schlußfolgerung, daß wir Nebuk. nicht vor den 8. I. in Syrien finden können (nicht: wieder finden). — S. 218 bemerkt Niebuhr: ״Auch die unermeßlichen Bauten, um die Be- Wässerung des Landes und die Stromschifffahrt zu reguliren. . . haben gewiß in der ersten Zeit (Nebukad.) ihren Anfang genommen." Diese Bemerkung läßt fich durch eine Angabe beweisen. Zu den großen Wasserbauten Nebuk. gehörte die Anlegung des großen Kanals, welcher den Euphral mit dem Tigris verband, des ßaaUetog nora^wg, Abydenus' Relation (in Eusebiu's Chronik): fluvium Ammarcalem ab Arzane (Euphrate) promebat erklärt Dunker richtig (I. 470 Anm.), durch N a h a r- M a l c a (נרד מלכא), wie dieser Kanal genannt wurde. Dieser große Kanal oder Fluß heißt offenbar bei Ezechiel 1 ,1) נהר כבר). Dieser war also schon in Anfang der Regierung Zedikija's,d. h. im 8. I. Nebukadnezars vollendet. Folglich muß seine Anlegung früher begonnen haben. Dazu gehörte auch die Anlegung des Pallacopas. Es folgt also daraus, daß Nebukad. inseinen ersten Negierungsjahren mit der Reorganisation im Innern so sehr beschäftigt war, daß er den Kriegeszug gegen Aegypten nicht unternehmen konnte, also in dieser Zeit auch Juda noch nicht unterworfen haben kann.

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