Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension] / M. B.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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140 Recensionen. schluß über den Zweck der uns vorliegenden Schrift, und es bleibt uns denmach nur übrig, auseinanderzus etzen, in wie weit es den! Verfasser gelungen ist, der sich gestellten Aufgabe gerecht zu werden. Voransgeschickt möge noch die Bemerkung werden, daß der Vers, in der Vorrede sich dahin ausspricht, mit dieser Arbeit keineswegs die Absicht verbunden zu haben, die hebräische Sprachkenntniß mit neuen Forschungen zu bereichern, sondern, daß es ihm lediglich darum zu thun war, ״nur das einfache, dürre, trockene Sprachgesetz, herausgeschält ans allen philosophischen Untersuchungen, in möglichst wenigen Worten und kurzen Sätzen zu geben." Von diesem Gesichtspunkte aus beurtheilt, wird man gerne anerkennen, daß es der Vers, verstanden hat, in einem kurzgedrängten Abriß, in leicht verständlicher Sprache Alles das zusammenzufassen, was beim ersten Unterricht in der hebräischen Grammatik dem Schüler vorgetragen werden kann. Mit Hülfe dieses Leitfadens und mit Benutzung der darin eingestreuten praktischen Uebungen, welche zumeist Sätze aus der heil. Schrift enthalten, wird man den Anfänger leicht dahin bringen, leichtere Stücke aus der Bibel selbstständig lesen zu können, und die Lust zum hebr. Sprachstudium in ihn: zu erwecken. Da die Absicht des Verfassers, an die aus dem deutschen und klassischen Sprachunterricht dem Schüler bereits bekannten Gesetze anzuknüpsen, unverkennbar ist, so steht es uns nicht zu, mit ihm darüber zu rechten, daß er z. B. bei der Deklination des Artikels und des Nomens, um die bekannte Anzahl der Cass. herauszubringen, die genannten Redetheile mit den Präpositionen verquickt, so daß der Anfänger leicht an den kleb ergänz der ersten auf die letzteren denken könnte, Jeder Lehrer weiß, daß der Unterricht des Hebrätschen wesentlich gefördert wird, wem: dieses dem, Schüler in dem Gewände des Bekannten beigebracht wird. Aus diesem, rein praktischen Grunde mag das von den! Verfasser beobachtete Verfahren entschuldigt sein; wenn auch die wissenschaftliche Behändlung der Sprache dadurch beeinträchtigt wird. Wir wollen hieran einige unwesentliche Versehen des Vers, reihen. Bei den Verdis nieäiss guttural! 8 im Piel ist die Bemerkung ausgefallen, daß das Dagesch forte zuweilen ohne Ersatz bleibt, wie in נאץ u. a. m.