Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Beiträge zur Sach- und Worterklärung des Buches Daniel
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 347 (sequence 11)
- Language
- German
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zur Such- und Worterll ärang des Buches Daniel. 347 Volk unter dem Bilde des M e u s ch c u, des MenscheusohneS, (13 ,7 ,כבר אנין) dargestellt. III, 2—3. Unter den hohen Würdeträgern, welche der Einweihung des goldenen Götzenkoloffes beiwohnen, werden auch גרבריא aicfgezählt. Allgemein 1uirb angenommen, daß dieses Wort für מבריא gebraucht wird, dessen Bedeutung aus Esra und dem Syrischen bekannt ist. Es ist aber nicht anzunehmen, daß das נ von מא, oder גנזא mit ד geschrieben sein soll. Hitzig hat diese Schivierigkeit gefühlt, aber seine Erklärung ist noch weniger annehmbar. Da in V. 27 neben אדשדרפניא סגניא ופחותא auch הרברי מלכא vorkonunen (ailch V. 24 ררברנרי), so ruuß inan auch au der ersten Stelle הרבריא statt גרבריא lesen. Freilich ist die Etymologie des Wortes dunkel; unmöglich ist das .ר in הרברי als Artikel anzusehen. Das Wort תפחיא das. hat noch keine befriedigende Etymologie gefunden. Al u f t i, was Gesenius vorschlägt, ist durchans unhaltbar und Benfey's Erklärung durch ati ״oben" und paiti ״Herr", ist, wie alle aus Conipositirnren erklärten Derivationeir lediglich errathen. Ich schlage vor zrr lesen הפחיא für das Griechische fonimi ״Oberster!". Es lag dein Vers, daran, recht viele Würderiamen zu häufen. Marr ivird hoffentlich feiueu Anstoß daran nehmen, daß das griechische r durch ח wiedergegeben sein soll; diese Erscheirrung kommt häufig vor. Mögen manche Exegeten sich noch so sehr dagegen sträuben, so ist unter פרחמים doch nichts anders als 7tq6t/[10c zu verstehen. Mau eriväge die doppelte Schreibung von פסנתרין und פסנטרין für lindryoior. Ueberhaupt muß die Beweisführurrg in Bezug auf Daniel ganz anders als früher aufgelegt werden. Die Abfassungszeit desselben zur Makkabäerzeit ist so handgreiflich ausgeprägt, daß sie gar rricht bewieseir zu werden braucht; im Gegentheil diejenigen, welche für das höhere Alter desselben plaidiren, müssen den vollen Beweis antreteir rnrd ganz andere Argumente Vorbringen, als sie bisher gethau haben. Klingt ein