Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 18 (1869)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Lewis Way und seine Emancipations-Apologie
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 555 (sequence 5)
- Language
- German
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und seine Emancipations-Apologie. 555 Verbesserung ihres Looses, die in der Kanzlei des Ministers der auswär- Ligen Angelegenheiten Seiner Majestät angeordnet sind. Aachen, den 30. September 12. Oktober lblb* Die Ln dieser Schrift ausgezeichneten Gedanken fließen aus drei Hauptquellen. 1) Aus dem Worte Gottes, d. h. aus der Uebereinstimmung der auf die Israeliten bezüglichen Zeugnisse, aus der vollständigen Reihe der heiligen Schriften entnommen. 2) Aus der öffentlichen Meinung, wie sie sich in unseren Tagen in Bezug auf das Volk Israel ausspricht, oder mit andern Worten, aus der Stimme Gottes in der Stimme der Menschheit. 3) Aus der Erfahrung der Vergangenheit, d. h. aus der Reihe der Thatsachen, die der Weltgeschichte entlehnt sind, um den Gang der Geschicke des Volkes Israel zu bestimmen und daraus die Art und Weise der Verbesserung feines gegenwärtigen Schicksals herzuleiten. In Folge dieser natürlichen Eintheilung dürfte diese entworfene Denkschrift auch aus drei Haupttheilen bestehen, sei es, daß es sich an alle (S. 28.) Hauptsouveräne wendet, sei es, daß es nur zum Gegenstände habe, die christlichen und großmüthigen Anordnungen Eines unter ihnen aufzuklären und zu unterstützen. Erster Th eil: Religiöser Gesichtspunkt. Dieser erste Theil des Memoire muß ohne alle göttlichen, mehr oder weniger auf das Volk Israel anwendbaren Offenbarungen zu umfassen, doch den nöthigen Grad der Ausdehnung bieten, um das Gewissen Derer zu erleuchten, die die Macht und den Willen haben, die Vervollständigung der Zwecke Gottes zu erfüllen. Denn, nach dem Evangelium, derjenige, der im Finstern wandelt, weiß nicht, wo er geht. Eine ehrerbietige Zurückhaltung muß vor Allem diese Auslegung des göttlichen Wortes in Bezug auf den fraglichen Gegenstand charaktecisiren, damit man in den Grenzen bleibe, die uns durch die beiden folgenden Stellen vorgeschrieben sind. Denn es ist einerseits geschrieben: ״Es kommt uns nicht zu, die Jahre und die Zeiten zu erkennen, die der Vater in seiner Macht aufgestellt hat." Und anderseits steht geschrieben: ״Ihr Heuchler, ihr wißt den (S. 29.) Anblick des Himmels zu beurtheilen, und ihr könnt nicht die deutlichen Zeichen der Zeiten erforschen,"