Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 10 · p. Seite 363

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 10
Article
Die Alliance Israélite Universelle
Date
1868-01-01
Page
Seite 363 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2829132-2829360-2829371-2863911--11571-2863942
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die Alliance Israelite Universelle. 363 Man beschliesst, das Centralcomitd der Türkei za ersuchen, die Intervention der Pforte anzurufen. Ferner Sir Francis Goldsmith zu ersuchen, die britische Regierang in Kenntniss zu setzen von der Beschwerde, die die Gemeinde zu Saida gegen einen englischen Consularagenten führt. Die georgischen Juden, die nach Jerusalem gekommen sind, um dort dem Ackerbau obzuliegen, bitten, die Alliance möge ihnen zur Verwirklichung ihres Vorhabens beistehen. Das Gesuch wird an Hrn. Stetter geschickt, der es übernommen, eine Untersuchung zu diesem Zwecke anzustellen. In einer anderen Sitzung (16, Januar) werden Briefe aus Rumänien verlesen, welche von den Verfolgungen der Juden in den verschiedenen Städten berichten. Wir gehen über diese und die Schritte, die von der Alliance gemacht wurden, als bekannt weg. Die Herren Levy D. Cazes und Gogmann zu Tetuan!heilen mit, der Anführer der Räuber Aissa habe von neuem gedroht, dass, wenn bis zu einem gewissen Zeitpunkte er nicht eine gewisse Summe Geldes, Kleider und Vergebung der Verbrechen, die er früher gegen die Juden begangen, erhalten werde, er alle Juden, die die Stadt verlassen, tödten werde. Das Comite hat sich unmittelbar an die französische und englische Regierung mit der Bitte gewendet, ihren Vertretern zu Marokko Aufträge zu Gunsten der Juden zukommen zu lassen. In eii2e^ ändern Sitzung (12. März) legt der Präsident Bericht ab von den Schritten, die er gethan hat bei dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten, erstens hinsichtlich der häufigen an Juden zu Tetuan begangenen Morde von dem Räuber Aissa, zweitens hinsichtlich der an den Juden zu Tunis begangenen Mordthaten, die die Regierung des Bay ungestraft gelassen hat, drittens hinsichtlich der Lage der Juden zu Rumänien, an welchen von den Ortsbehörden alle möglichen Plackereien verübt werden.. Der Minister hat dem Präsidenten die beruhigendsten Versprechungen gegeben.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.