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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 5 · p. Seite 199

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 5
Article
Dessau [Nachricht]
Date
1868-01-01
Page
Seite 199 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Monatschronik. 199 bestreitet unseren Ehefrauen die Dotal-Privilegien, welche den Christinnen zustehen, jüdischen Zeugen die Glaubenswürdigkeit bei Processen zwischen Juden und Christen, die passive Testamenisfähigkeit unserer Gemeinden, die Berechtigung eines «luden, seine Forderung einem Christen zu cediren, u. dgl. m.‘c Paris. Bekanntlich ist eine Reorganisation der hiesigen Sternwarte vorgenommen, und ein Aufsichtsrath von acht Mitgliedern erwählt worden, welchen der berühmte Director derselben Leverrier untergeordnet wird, weil gegen seine Verwaltung viele begründete Klagen laut wurden. ln diesen Aufsichtsrath wurde auch Herr Moritz Löwy, ein ausgezeichneter Astronom, österreichischer Israelit, gewählt, welcher wegen seines Glaubensbekenntnisses den Zutritt zur Wiener Sternwarte nicht erlangen konnte und deshalb vor Jahren nach Paris ging. Paris. Im Quartier Latin herrschte dieser Tage eine ge• wisse Aufregung. Für die Vorlesungen des Professors See (eines Israeliten), welcher in der neuliehen Senatsdebatte über die Unterrichtsfreiheit angegriffen worden war, hatte die Polizei Vorsichtsmassregeln ergriffen. Der Decan der Facultät, Professor Wurtz, trat energisch gegen diese Einmischung der Polizei auf, welche sich darauf zurückzog. Pest. Die ״Neue freie Presse" enthält folgendes Telegramm: Die Unghvarer Comitats-Congregation beschloss eine Repräsentation an das Ministerium gegen die seit der Dotirung der Gleichberechtigung aus Polen eingewanderten Juden zu richten. Gleichzeitig beschloss die Congregation, die seither aus Polen eingewanderten Juden aus dem Comitate zu schaffen. (Hoffentlich wird der unreifen Congregation der Versuch, es dem rumänischen Pöbel gleichzuthun, rechtzeitig verleidet. Anm. der Red. d. N. fr. Pr.) Rumänien. Senator Juiski beantragte die Vorlegung aller Dokumente, die sich auf die Judenverfolgung bezogen. Bratiano sprach so heftig dagegen, dass er zweimal vom Präsidenten zur Ordnung gerufen wurde. Der Senat nahm mit 29 gegen 4 Stimmen Juiski’s Antrag an.

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