Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Emanuel Osmund und Jean Paul
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 19)
- Language
- German
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Das jüdisch-theologische Seminar zu Breslau. 59 Jugendfreundin Renate1). Zu Anfang des Jahres 1825 söhnten sich die alten Freunde wieder aus , die alte Liebe schlug wieder in hellen Flammen auf. Wie herzlich gratulirte Emanuel zum letzten Geburtstage: ״Mein einziger Richter, mein und der Meinigen rein und innigst Geliebter! Schönes wollte ich Ihnen sagen und Gutes, nachdem ich lange, mit der Feder in der Hand, gesonnen und bedacht mich habe, wünsch’ ich das Beste mir, uns: der liebe Gott heile Sie, stärke Sie und lasse diesen gesegneten Tag wie heute, mit Ihnen noch oft erleben uns, mich. Ihr alter fünfköpfiger Emanuel Osmund. Das ist das letzte kurze Schreiben Emanuel’s an Jean Paul-, acht Monate später wurde ihm der Freund entrissen. Das jüdisch ־ theologische Seminar zu Breslau.* *) Das Seminar begeht die vierzehnte, an das Andenken seines Stifters, des sei. König!. Commerzienrathes Jonas Fraenckel, anknüpfende Stiftungsfeier. Auch dieses Jahr kamen dem Seminar Zeichen des ehrenden Vertrauens der Gemeinden in Berufung seiner Hörer als Rabbiner. Die israelitische Gemeinde zu Stulilweissenburg berief Herrn Dr. A. Koh u t, die Gemeinde zu Saatz Herrn D1\ A. Frank, die Gemeinde zu Worms Herrn Dr. A. Stein noch vor seiner Entlassung, die Gemeinde zu Märkisch ׳Friedland Herrn Dr. J. Horowitz, die Gemeinde zu Bereut (West- Preussen) Herrn Dr. A. Blüh als Rabbiner; ferner wurde der aus dem Seminar hervorgegangene Rabbiner zu Märkisch-Friedland, Herr Dr. P. Buch holz, von der Israelitischen Gemeinde.zu Stargard in Pommern als Rabbiner berufen. *} Jean Paul’s Briefe an eine Jugendfreundin, 128. *) Dem eben erschienenen Jahresberichte entnommen. 5°