Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Bucharest [Nachricht]
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 399 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Monatschronik. 399 ״Ich habe das Vertrauen, dass es das aufrichtige Verlangen Sr. Hoheit ist, dass alle Untertlianen glücklich und zufrieden sein möchten, und von dem edlen Charakter und der hohen Intelligenz des Prinzen und den Versicherungen, die er selbst und die Mitglieder seines Cabinets mir gegeben, habe ich allen Grund zu hoffen, dass die Gesetze des Landes, die den Juden sowohl wie den übrigen Einwohnern Schutz versprechen, in ihrer vollen Ausdehnung ausgeführt werden.“ Nichtsdestoweniger steht fest, dass die rumänische Presse durch die niedrigsten Mittel den Hass und die Wuth des Pöbels gegen die Juden zu steigern sich bemüht, und dass sie während der Anwesenheit Montefiores ihn sowohl wie alle seine Glaubensgenossen mit den gröbsten Schmähungen überhäuft hat. Einem Gerüchte zufolge beabsichtigt die Rumänische Regierung, dem in nächster Zeit zusammentretenden Landtage eine Vorlage zu machen, durch welche zweitausend in Rumänien ansässigen Juden das Bürgerrecht verliehen werden soll. Erwägt man, dass die Zahl der Rumänischen Juden fast eine halbe Million beträgt und dass manche Städte in der Moldau beinahe ausschliesslich von Juden bewohnt werden, so wird man der erwähnten Maassregel sicherlich keine allzu grosse Tragweite beimessen können. Mecklenburg (Strelitz). Die jüdischen Gemeinden des Grossherzogthums haben an den Reichstag eine Petition gerichtet, in welcher sie um Aufhebung der vielen Beschränkungen bitten, denen sie noch ausgesetzt sind. Die Beschwerdepunkte sind in der That so mannigfaltig und erheblich, dass der Reichstag nicht umhin können wird, mit Entschiedenheit auf eine Aenderung der Mecklenburgischen Gesetzgebung zu dringen. Paris. Der allgemeinen Erwartung, dass die durch den Tod des Professor Munk erledigte Professur am College de France dem Herrn Derenburg übertragen würde, ist von Seiten der Regierung, wie man sagt, auf den Wuusch der Kaiserin Eugenie, nicht entsprochen worden. Man hat es vorgezogen, einen gut katholischen Christen, wenn auch einen in der gelehrten Welt bisher gänzlich unbekannten Mann, zum Nachfolger des berühmten Orientalisten zu ernennen. Die ״Alliance Israelite Universelle“ hat ihren Bericht für das erste Semester dieses Jahres herausgegeben. Wir erfahren aus diesem umfangreichen Aktenstücke, dass die Gesellschaft