Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Cöthen [Nachricht]
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 199 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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v*׳’' ■׳" * ־*■־*' Monats ehr önik. 199 Seminars zu־ Breslau, zum Prediger und Religionslehrer der hiesigen Gemeinde gewählt worden. Italien. Der Ausschuss des israelitischen (Kongresses zu Ferrara hat eine neue Generalversammlung von Repräsentanten aller jüdischen Gemeinden Italiens nach Florenz zusammenberufen. Zweck der Versammlung ist, Mittel ausfindig zu machen, wie der bedrängten Lage der Gemeinden aufzuhelfen ist und bei Gelegenheit der Ordnung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche, von der Regierung Staatssubventionen zu Gunsten des israelitischen Cultus zu erwirken. London. Vor einigen Wochen wurde hier eine neue Synagoge eingeweiht, welche die Juden von Süd-London auf dem Albion place, in der Walworth road erbaut haben. Das Gotteshaus fasst ungefähr vierhundert und fünfzig Personen und war bei der Einweihung bis auf den letzten Platz gefüllt. Palästina« Die zahlreichen Spenden, welche aus ganz Europa, vorzugsweise aber aus Frankreich und England, dem heiligen Lande seit Jahren zugewendet worden sind und noch immer reichlich zufliessen, haben bereits ausserordentlich wohlthätig gewirkt. Es sind Schulen in'8 Leben gerufen, Suppenanstalten gegründet und überhaupt dem geistigen und physischen Elend bedeutend gesteuert worden. Nach und nach erwacht neuer Lebensmuth und Selbstbewusstsein in der dortigen Bevölkerung, und die europäischen Juden werden es sich dereinst zum Verdienst anrechnen können, wenn es ihnen gelingt, aus den Bewohnern des heiligen Landes, fleissige, arbeitsame, für ihren eigenen Unterhalt Sorge tragende Menschen zu machen. Peru. Der Congress beräth gegenwärtig die Vorlage, hetreffend die staatsbürgerliche Gleichstellung aller Confessionen. Die Majorität scheint dieser Massregel günstig zu sein5 allein nichtsdestoweniger ist das Schicksal derselben noch keineswegs in dem erwünschten Sinne entschieden. Die Volksvertreter stehen nämlich unter dem furchtbaren Drucke einer fanatischen Zuhörerschaft, die um jeden Preis die Bevorzugung der katholischen Kirche gewahrt wissen will. Besonders sind es Damen, und zwar den vornehmen Ständen angehörig, welche, von der Geistlichkeit angestachelt, während der Dauer der Sitzung auf der Zuschauertribüne ausharren und die Worte eines jeden