Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension] / -t-
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2829132-2829346-2829350--10492-2862729- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
120 ״iS 7 ."*.י* : ׳׳* ' «* *$;. :m Recensionen und Anzeigen. demselben gelungen, seinen Gegenstand abzugrenzen und sich vor Verwechselung der verschiedenen Unterrichts weisen zu hüten. Der Verfasser hat es verstanden, das ihm zu Gebote stehende Material systematisch zu bearbeiten und seinen Stoff in die aus der allgemeinen Pädagogik hergenommenen Rubriken einzuordnen. Doch hat die obige Schrift auf uns oft den Eindruck gemacht, als ob der Verfasser, welcher sich mit der wissenschaftlichen Pädagogik beschäftigt zu haben scheint, mit Absicht darnach gestrebt habe, das System der modernen Pädagogik auch schon im Talmud angedeutet zu finden. Was die Art und Weise der Darstellung betrifft, so ist das eigentliche Thema mit Klarheit und in schlichter Sprache behandelt, während in der Einleitung, wo der Verfasser die allgemeinen Gesichtspunkte anzugeben versucht, aus denen die talmudische Pädagogik betrachtet werden muss, eine solche Unklarheit der Gedanken und in Folge dessen ein solch salopper Stil herrscht, dass es dem Referenten trotz wiederholter Bemühungen oft nicht gelungen ist, sich über die Intention des. Verfassers Klarheit zu verschaffen. Was soll z. B. damit gesagt sein, wenn der Verfasser das Verfahren, welches Moses, Samuel und Esra einschlugen, um der Entwicklung des Volkes eine bestimmte Richtung zu geben, mit folgenden Worten bezeichnet: ״Diese betrachteten das Volk als natürlich, und zeigten ihm den Weg zu seiner Wiedergurt. Sie waren bemüht, die erste Natur des Volkes in eine zweite geistigere umzuwandeln, so dass sein Geistiges in ihm zur Gewohnheit wurde?" Abgesehen jedoch von diesem Gebrechen, an welchem das Buch leidet, empfiehlt es sich durch den Fleiss und die Umsicht, mit welcher der Verfasser die Stellen zusammengetragen und verarbeitet hat. —t — Nekrolog. Salomon Munk. Mit tiefer Erschütterung theilen wir den am 6. Februar zu Paris erfolgten Hintritt SalomonMunk’smit. W eichen