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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 10 · p. Seite 391

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 10
Article
Bigamie noch im vierzehnten Jahrhundert
Date
1865-01-01
Page
Seite 391 (sequence 2)
Language
German
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Anale kten. ■?^ייייוי 891 diant nec ad versus te ex ea de causa in aliquo procedant. In cujus rei testimonium presentem fieri jussimus sigiilo nostro, oppendicio communitam. Dat. Terrachone X. kal. Januarii A. D. 1322. Kayserling. Der Märtyrer Ansteet von Weissenstein. Zunz registrirt in den Leidensgeschichten ״zwei neuerer Jahrhunderte“ das Factum, ״dass am 10. Juli 1553 in Weissenstein ein Jude an den Füssen aufgehangen worden;“J) sonst ist dieses Märtyrers, dessen Namen übrigens auch Zunz verschweigt, nirgends Erwähnung geschehen. Und doch ist über diese ״wahrhaftige Geschichte^ von einem Zeitgenossen ein ganzes Buch geschrieben. Dieses Büchelchen2) ist jetzt *äusserst seiten, und schon die Seltenheit allein wird es rechtfertigen, wenn wir berichten, unter welchen Martern der ״heilige“ Ansteet den Geist aufgegeben hat. Im Jahre 1553 am 10. Juli wurde in Weissenstein in Schwaben ein Jude, Namens Ansteet, peinlich beklagt und zum Strang verurtheilt. Da die Bemühungen der Messpriester, "ihn zu bekehren, erfolglos blieben, so wurde er alsbald auf die Eichtstatt geführt, ״an den Füssen gebunden, an das Hochgericht aufgezogen und gehengt.“ Man schritt abermals zur Bekehrung, ״da aber keine Besserung bei ihm zu hoffen, so wurden neben Ansteet zwei grosse Hunde gehengt, die ihm die Ohren abbissen und seinen Elbogen abnagten, als wenn man ihnen sonst ein Bein vorgeworfen hätte.“ ״Als er nun jämmerlich geschrien und ihm die Messpriester zuriefen, er sollte seiner Seele helfen, hat er sich gar nichts an ihr Zusprechen gekehrt, und wenn die Hunde mit Geschrei und Beissen nachliessen, hat er die allerx) Synagogale Poesie, 335. a) Warhafftige Geschichte von einem Juden so zu Weyssenstein in Schwaben gerieht u. 8. w. Anno MDLX. 8. b. e, i. (Verf. Jacobus Andres aus Göppingen. 28 Bl. 8. p.)

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