Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 6)
- Language
- German
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Hecensiönen und Anzeigen. 818 Verbreitung finden und zur Belebung und Hebung des bisher leider so vernachlässigten Studiums der Massora beitragen möge. 8. Baer. 1) Sippurim, eine Sammlung jüd. Volkssagen u. s. w. Unter Mitwirkung rühmliehst bekannter Schriftsteller heraus gegeben von Jacob W. Pascheies. Fünfte Sammlung. 4.—11. Heft. Prag, 1864. 2) lllustrirter israelitisch, er Volkskalender für das Jahr der Welt 5626. Gesammelt und heräusgegeben von Jacob Wolf Pasclieies. Prag, 1865. Seit einer langem Reihe von Jahren gibt Hr. Pascheies die Sippurim, ״eine Sammlung jüdischer Volkssagen, Erzählungen, Mythen, Chroniken, Denkwürdigkeiten und Biographieen herühmter Männer aller Jahrhunderte, besonders des Mittelalters“ heraus und erwirbt sich hierdurch um einen ansehnlichen Kreis von Lesern ein gewisses Verdienst. Die Sippurim führen den Leser, der sich in die frühere jüd. Zeit mit ihrer Romantik und ihrem echt patriarchalischen Wesen gern zurückversetzt, auf leichte Weise in dieselbe ein. Die Gestalten der Sippurim sind indess so ziemlich nach einem Muster zugeschnitten, bestimmte Charaktere wie ״der Rabbi“, ״der Lehrer“, ״das Bobele“ fehlen in fast keiner Erzählung. Die Sippurim bestreben sich, je nach der Individualität ihrer einzelnen Verfasser, in grösserem oder geringerem Grade, das Wesen und die Manier der Kompertschen * Geschichten nachzuahmen und erreichen diesen Zweck oft mit grossem Glück. In den uns vorliegenden Heften ist besonders die grössere Erzählung ״ein jüdischer Lehrer“ spannend und anziehend geschrieben. Der j üdische Kalender desselben Herausgebers verdient sowohl wegen seiner guten kalendarischen Angaben, als auch wegen seiner wissenschaftlichen und erheiternden Zugaben empfohlen zu werden. Unter den kleinen Abhandlungen ist hervorzuheben die Ehrmannsche ״DerPriesterstand im Judenthume“, wegen der darin entwickelten richtigen Ansichten. Mit einigen Worten bespricht ein anonymer Verfasser ״Das Weiberregiment ן