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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 7 · p. Seite 245

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 7
Article
Zur Geschichte der Juden in Magdeburg
Date
1865-01-01
Page
Seite 245 (sequence 5)
Language
German
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6-5-?׳- -;•.•*-•:Z’ar-.'Qescl1ichte׳ der Juden in Magdeburg. 245־ bar. Uebrigens führt noch jetzt ein Stück Feldes in der Nähe der Stadt Bukau die Bezeichnung ״Judenkever 9)u. In der Stadt Magdeburg selbst haben wohl niemals Juden gewohnt10). Es zeigt sich, wie weiter ersichtlich, auch hier die in der Geschichte des Mittelalters oft wiederkehrende Erscheinung, dass die Geistlichkeit — gleichviel ob aus Eigennutz oder Humanität — den Juden Schutz gewährte, während die Städte in äbermüthigem Selbstbewusstsein ihnen eine schroffe Unduldsamkeit bewiesen. Beilage I. Der Erzbischof Burchard verkauft zur Tilgung seiner Schulden 4 Ackerstücke diesseit des Judenkevers, die das Kloster Bergen ihm dazu überlassen hatte, den Juden in der Sudenburg- Magdeburg. 1312. Borchardus dei gratia Sancti Magdeburgensis ecclesie archiepiscopus Vniversis. ad quos presentes littere peroenerint Salutem et sinceram in domino Charitatem. Ne ulla temporum antiquitas ea que geruntur iu tempore vale an t abolere, expedit ea scripture memoria perhennari. Recognoscimus igitur per presentes Quod cum venerabilis vir dominus Arnoldus Abbas et Conventus ecclesie montis prope civitatem Magdeburg Quat-, tuor agros qui ex uno latere Cymeterium Judaeorum immediate contingunt, exalio vero latere versus jam dictam ecclesiam pro- 9) Erhard a. a. 0. 10) Ich weiss nicht, worauf Ho ff mann, Gesch. d. St. Magdeb. I, S. 39, die Behauptung stützt, dass die Juden anfänglich in der Stadt gewohnt und späterhin erst in das Judendorf verwiesen worden seien. Dass clie Juden in den Urkunden Otto’s I. und II. (s. weiter) als v״ibi (d. 11. zu Magdeburg) manentes“ bezeichnet werden, beweist nach der obigen Darstellung Nichts. Die Juden werden selbst bei ihrer Ansiedelung einen gemeinsamen Wohnsitz (das Judendorf) sich erwählt haben. Auch würde sich von einer Verweisung in den Quellen irgend eine Andeutung finden.

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