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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 2 · p. Seite 42

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 2
Article
Geschichte der Juden in der Schweiz
Date
1865-01-01
Page
Seite 42 (sequence 2)
Language
German
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42 Geschichte der Juden in der Schweiz. v 1299 Juden hier ansässig und im Besitze eigener Häuser . waren, die am Obermarkfc lagen und unter.dem Nameflf| ״Haselstaude“ einige Berühmtheit erlangten. Die Juden in Schaff hausen, welche, wie alle anderen, unter osterreichischer Herrschaft stehenden, ihre ״Judensteuern“ zahlten5), waren eine Zeit lang wenigstens wie andere Bürger der Stadt gehalten, wenn nicht noch besonders begünstigt, wie das eine Verordnung von 1335 vermuthen lässt. Nach dieser Verordnung sollte ״jeder Jude, weleher Wein beim Zapfen schenkte, das Umgeld (Ohmgeld) bezahlen, wie andere Bürger, und wenn einer ihn wollte schirmen oder Glimpf geben, darwider zu thun, 40 Pfund Pfennige Busse erlegen 6). Unter den in frühester Zeit in Schaff hausen wohnenden Juden werden der Jude Salomon und die Jüdin Rachel, mit dem Beinamen die ״Ganser“, und besonders der Jude Jakob ben Salomo, der Nohel, genannt; letzterer war reich und seit 1333 Besitzer der Hasel- Stande. Er traf vor dem Rath der Stadt die Verfügung, dass, wenn sein Nebenhaus je in fremde Hände kommen würde, dessen Besitzer nie das Recht haben sollte, dasselbe höher aufzubauen, weil dadurch am grossen ״steinernen“ Hause mehrere Fenster und das nöthige Licht verbaut und demselben empfindlicher Schaden zugefügt würde. Im Jahre 1340 verkaufte er die Haselstaude an Johannes Windelock, den spätem Bischof von Coustanz 7), und 1343 stellte er der Stadt Zürich für ein bedeutendes Capital, das dieselbe bis auf 275 Pfund Heller abbezahlt, neue Quittung aus 8). Bekanntlich forderten die Jahre 1348 und 49 auch unter den Juden in der Schweiz ihre Opfer. Im Schlosse Chillon, das damals noch zu Savoyen gehörte, wurden die ersten peinlichen Verhöre mit den der Vergiftung an- 5) Wiener, Regesten S. 220, Nr. 17. 18. S. 223, Nr. 47. 6) Kirchhofer, a. a. 0. 91. 7) Ulrich, a. a. 0. 208. 8) Ulrich, a. a, O. 433. Das Siegel der Urkunde hat die hebr. Inschrift י ■ .יעקב ברשלמה זצ״ל המוהל

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