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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 7 · p. Seite 279

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 7
Article
[Nachricht] / Frankel, Zacharias
Date
1864-01-01
Page
Seite 279 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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N ekroiof. Wir haben abermals von einem schmerzlichen Verluste zu belichten. Am 24, Juni starb zu Breslau der Sanitätsrath Dr. Immanuel Levy, Curator der Conunerzienrath Franckelsehen Stiftungen, Seine Wirksamkeit in diesem letzteren Berufe macht seinen Verlust über den engen heimischen Kreis hinaus fiihlhär und berechtigt, ihn als einen allgemeinen zu bezeichn׳en. D1\ Levy, zu Breslau den 16, Juli 1820 geboren, besuchte zeitlich das Gymnasium und die Universität seiner Vaterstadt, ging später zur Vollendung seiner medicinischen Studien nach Paris und trat in den vierziger Jahren seine praktische Laufbahn am Der am 25. April 1852 erfolgte Hintritt seines Vaters 8. J. Levy berief ihn in das Curatorium der Franckel’sehen Stiftungen, dein er von nun an mit aufopfernder Thätigkeit angehörte. Es galt nämlich, noch mehrere in dem letzten Willen Eränckels ausgesprochene Stiftungen ins Leben zu rufen, und anter diesen stand die Errichtung des jüdisch-theologischen Seminars in erster Reihe. Der Verstorbene machte sich mit seinen Go liegen, den Herren L, Milch und J, Prinz, mit rastlosem Eifer an die Lösung dieser schwierigen Aufgabe; in dein bei Eröffnung des Seminars im J. 1854 veröffentlichten, von ihm verfassten Aufsatz ,־,Zur Geschichte des jüdischtheologischen Seminars" spricht er sich in folgenden Worten über die bei Erlichtung dieser Anstalt massgebenden Grundideen aus: ״Leitend für die Grösse der Aufgabe, welche das Curatorium bezüglich der Errichtung des Seminars sich selbst stellen zu müssen glaubte, war ebenso sehr die von dem gottesfürchtigen, das Judenthum aus vollem:Herzen liebenden, in die Geschichte und Satzungen seiner Religion tiefeingeweihten Testator, dem edlen Sprössling eines Geschlechts der grössten and berühmtesten Rabbiner , mit Vorliebe gehegte Idee dieser Stiftung, wie das von Tieferblickenden längst gefühlte, seit Decennien wiederholt angeregte und laut geklagte Bedürfniss einer Anstalt von Rabbinern, einer Anstalt, welche mitten in den Schwankungen und Spaltungen, von denen seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts das Judenthum unterwühlt wird, endlich auf festem Boden sich erheben sollte. Eine solche Anstalt musste von dem positiven Inhalt des Judenthums in der Gestalt, wie sie eine

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