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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 7 · p. Seite 255

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 7
Article
Der Prophet Elia in der Legende
Date
1863-01-01
Page
Seite 255 (sequence 15)
Language
German
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Geschichte der Juden in Speyer, 55 wort, ״Ich darf in deinem Proccssc nicht mehr Richter sein,“ entgegnete 11. Amui, ״nachdem du dich mir mit einem Geschenke genaht“ ״Wohlan,“ sprach jener, ״ich verlange nicht mehr deinen richterlichen Ausspruch, nimm nur dieses Geschenk freundlich von mir an; ist doch eine Gabe, frommen Lehrern dargebracht, ebenso verdienstlich, wie die der Erstlinge,“ Rabbi Anan wies ihn nun an Rabbi Nachinan, den er ersuchen Hess, des Mannes Streitsache zu entscheiden, da er selbst in dessen Augelegenheit nicht Richter sein könne. Diese an und für sich unschuldige Botschaft brachte R.Nacliman zudem Glauhen, der Kläger sei ein Verwandter des Rabbi Anan1), und er behandelte ihn demnach mit einiger Aufmerksamkeil. Die Gegenpartei, durch diese einseitige Freundlichkeit des Richters in Verwirrung gebracht, konnte ihre Gründe nicht schlagend genug Vorbringen und verlor ihren Process. Elia, bis dahin Rabbi Amm’s Lehrer und Freund, zog sich von diesem Augenblicke an von ihm zurück, da durch seine Unvorsichtigkeit die jenseitige Partei zu Schaden gekommen war2). So tritt der Prophet überall als der Typus der strengsten Rechtlichkeit und Tugend auf, der jeden noch so geringen Versloss von Seiten der Lehrer unerbittlich ahndet9). (Sclilass foljjt.) Geschichte der Juden in der Stadt und Diöcese Speyer. Zugleich als ein Beitrag zur Geschichte der Juden in der Pfalz dargestellt von D1\ J\I. Wiener. (Fortsetzung.) Der Inhalt dieser Urkunde spricht für die humane Oesinmmg Rüdigers gegen die Juden, wie für die günstige Stellung der letzteren unter dessen Episcopat zu deutlich, als dass auf Beides noch besonders aufmerksam! gemacht zu werden brauchte. Gegen eine sehr massige Abgabe hatte ihnen der Bischof die Da nach tahnudischem Rechte der Richter in Angelegenheiten ihm. verwandter Personen nicht entscheiden darf. 2) Ketub. 105b. י) Vgl. noch Synhedr. 113a; Maccot lla.

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