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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 6 · p. Seite 212

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 6
Article
Rabbiner Samson Wolf Rosenfeld
Date
1863-01-01
Page
Seite 212 (sequence 12)
Language
German
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212 Samson Wolf Rosenfold. der Regierung ihre Anstellung und Bestätigung erhielten. — Die Gemeinde München hatte ihr Augenmerk auf 110׳ senfeld gerichtet; allein so manche hindernde Umstände vereitelten die Sache, und Rosenfeld, der überall nur den geraden Weg liebte, wies jedes Mittel, das nur von fern einem Wahlumtriebe ähnlich, mit Indignation zurück. Da wählte ihn Ende des Jahres 1825 die Gemeinde in Barnberg zu ihrem Stadt- und Distrietsrabbiner, und im März 1826 ging er von Uehlfeld nach Bamberg; er hatte sich vorher einer vorschriftsmässigen Prüfung über seine amtliebe Befähigung in Ansbach unterzogen, und erntete dabei von Seiten der Pnilungscomntissioii grosses Lob. Er gab sich nun dein geistigen Wähle und der intellectuellen Hebung der ihm anvertrauten Gemeinden hin, und wirkte so bis in seine letzten Tage unennüdet friedlich und fürdernd ein. Als nach und nach in die neugebildeten Di strietsrabbinate jüngere Männer eintraten, fanden sie in Rosenfeld einen mit Rath und That helfenden und wohlerfahrenen Ool logen, der ihnen mit seinem reichen tal- Kindischen und sonstigem Wissen gern zur Seite stand, ohne ihnen seine Ueberlcgenheit fühlbar zu machen. — Noch einmal galt es lur Rosenfeld, einen Wahlkampf zu bestehen. Als nämlich im Jahre 1831 die Gemeinde in Fürth ihr Rabbinat zu besetzen wünschte, da brüten sich zwei Parteien gebildet, deren eine Rosenfeld, die andere den Rabbiner Dr. Lowi zur Wahl stellten. Dr. Löwi erhielt die Majorität der Stimmen; und diese Wahl verursachte auf lange Zeit hinaus eine Spaltung innerhalb der Gemeinde, die ihren allmüligen Verfall herbeiführte. Rosenfeld blieb übrigens selbst von denen, die gegen ihn gestimmt hatten, hochgeachtet, ja wahrhaft verehrt. — Im Jahre 1835 und 1836 gab er ein Blatt (in wöchcntlieben Lieferungen) heraus: ״Das Füllhorn,“ dessen nächste Bestimmung war, ״den Israeliten eine belehrende, nützliehe und erheiternde Lectüre zu liefern, die Zeitereignisse in Betreff der Israeliten aufzunehmen, und das Interesse Israels und seiner Religion frei und offen zu besprechen und nach Kräften zu wahren und zu verfolgen.“ — Wie angesehen und geachtet R. auch bei den hoch*

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