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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 5 · p. Seite 199

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 5
Article
Bukarest [Nachricht]
Date
1863-01-01
Page
Seite 199 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Monatschronik• 199 geht aus dem Fabrikzeichen, welches semitische Schriftzuge zeigt, hervor. Dlrsehan* Vor etwa fünf Jahren gebar ein jüdisches Mädeben ausserehelich einen Knaben und liess ihn nach jüdischem Ritus ka die jüdische Religion aufhehmen. Kurze Zeit darauf verklagte sie einen hiesigen Christen wegen Alimente. Nachdem die Verurtheilung desselben erfolgt, erliess der hiesige Kr eisrichte r die Verfügung, dass das Kind dem jüdischen Vormund entzogen und vom hiesigen evangelischen Pfarrer getauft werde. Die Mutter des Knaben hat dagegen protestirt, und steht die weitere Entscheidung zu erwarten. Hamburg. O berge rieh tsrath D1\ Gabriel Riesser ist am 22. April nach mchrwöchcntlichcr Kränkelt gestorben, (Ein ausfüh rl ich er Nekrolog in einem der nächsten Hefte.) Königsberg. Unsere medicinische Facultät, welche bereits im Jahre 1860 die Habilitation des practischen Arztes Herrn Dr. Samuel auf Grund bestehender Gesetze bei dem Herrn Universitätscurator beantragt hatte, sah sich durch dessen abschläglieben Bescheid veranlasst, bei dem Ministerium von Neuern eine Modification der allgemeinen Univcrsitätsstatuten zu beantragen. Allein auch diese von grosser Majorität befürwortete Aenderung wurde unter dem 6. März von Sr. Exccllenz dem Herrn Minister v. Miihler abgeleimt, ,,weil nach keiner Seite hin ein Bedürfniss zu der vom Gcneralconcil befürworteten Aufhebung der angeführten Bestimmung der Universitätsstatuten anzuerkennen sei.“ leipa (Böhmen). Den vielen Beweisen von Intoleranz gegenüber, weiche noch immer unsere Zeit trotz Aufklärung und Fortschritt liefert, ist es erfreulich, auch einen Act der Humanität und liberalen Munificenz verzeichnen zu können, der in weiteren Kreisen bekannt zu werden verdient. Der Neubau einer Synagoge für unsere Gemeinde liess sich nicht mehr aufs chicfeen, aber die Mittel, die ihr zu Gebote standen, waren zu gering, um die Baukosten zu decken. In dieser Bedrängniss wendete sich unser ehrwürdige Rabbiner, im Verein mit dem Geuneindevorsteher, an den Grafen Alb recht von Kaunitz, dessen Domänen in der unmittelbaren Nähe von Böhmisch-Leipa liegen, mit dein Ansuchen, der Cultusgemeinde das nöthige Ziegel- und Heizmaterial für den Synagogenbau aus seinen Ziegelbrenne-

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