Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Foussemagne (Haut-Rhin) [Nachricht]
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2829290-2829294--07579-2859499- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
118 Monatschronik. Monatschrouik. Fonssemagise (Haut-Rhin). Der Herr!Minister 13er öflentlieben Angelegenheiten und des Cultus hat aus (3er Staatskasse 5000 fres. zur Renovirung unserer Synagoge angewiesen, Bergheim wurde ebenso mit 6000 fres. und Dutteiheim (Bas-Rhin) mit 3000 fres. bedacht, Königsberg. Der Lichte- und Seifenfabrikant W, liatte keine Ahnung davon, dass in dem Labyrinth 11er bestellenden Gesetz- Sammlungen auch ein Gesetz existire, welches über das Verhältniss der Juden handelt, und welches die Bestimmung enthält, dass ohne besondere Genehmigung des Ministers des lnnern kein ausländischer Hebräer sieh hier auflmlten und von irgend einem Inländer ausgenommen werden sollte. Für diese Jsichtkenntniss, die er in der Aufnahme des in seiner Fabrik beschäftigten Russen Marcus Gcssncr an den Tag gelegt, wurde er am 31. Januar des Jahres 1863 zu 20 Tlilr, Strafe verurtheilt. — In der medicinischen Facultät erlangte Herr Stud. Perl durch Lösung der gestellten Aufgabe den ersten, in der juristi״ sehen Herr Stud. L. Silbermann, Sohn des Itedacteurs des ״hammuggid," den zweiten Preis. LlcgnltZ. Neulich versammelten sich hier 19 Mitglieder des Vereins zur Rettung verwahrloster Kinder im Sessionszimmer des Magistrats unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters. Unter Anderem wurde von diesen beantragt, in den Vorstand einen Juden, den Banquier liawitscher, zu wählen. Dagegen erklärte sich ein Katholik, weil der Verein ein spcciftsch christlicher wäre; trotzdem stimmten 12 von den 19 für die Aufnahme, da ja auch Juden Beiträge für die Zwecke des Vereins gäben. Die wahrhaft christlichen Herren liessen es zu einer nochmaligen Abstimmung kommen, und nun stimmten 11.von 19 für die Aufnähme der Juden. Das aber wurde noch immer nicht für gültig erachtet, es musste zum allerletzten Mal abgestimmt werden, und haben sich dann alle 19 gegen die Aufnahme der Juden ausgesprochen. Hoffentlich werden die jüdischen Vercinsnritglicdcr das Ihrige thun, NöW-York. Unlängst kam hier ein gewisser, die Uniform eines Zouavenoffiziers tragender Herr Edrehi an, Er stellte sich