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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 3 · p. Seite 91

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Dramen der Gegenwart [Rezension]
Date
1863-01-01
Page
Seite 91 (sequence 11)
Language
German
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der Gegenwart. 01 Wo Alles Schutt, kann nimmer inan zerstören, Nur retten aus der todtgeweihten Welt. So haben wir gerettet deinen Sohn; Wir schenkten ihm den Himmel für die Hölle, Wir gaben ihm den Segen für den Fluch — Der heil’ge Vater beut ihm tausendmal, Was ein verdammter Vater ihm au Liebe, Und Mutter Kirche hnndcrttausendfach, Was die vcrlluehte Mutter bot an Treue! — M o s s e. Ihr nennt den Vater und erbebt nicht vor Dem Zorn des allgewaltigen Weltenvaters? — Ihr nennt die Mutter und schreckt nicht zurück. In die zerrissne Muttcrbrust die Hände Entsct/.envoli zu tauchen und sie rauchend Gen Himmel zu erheben? Ja, ihr schleudert Das Mutte rlier/, wie einen Ball empor, Um eurem Gott ein Kinderspiel zu bieten? — Ihr nennt die Mutter und denkt nicht, dass Er, Den ihr anbetet, einer Mutter Kind Gewesen und ihr Seligkeit geläehelt? -- Schämt euch! — schämt euch vor unsYcr heil’gen Lehre! In unsYer Tora, im Gesetze Gottes, Das ihr für ausgelebt, für todt erklärt, Spricht unser Gott: ״Du sollst am selben Tag Mit sammt dem Jungen nicht die Mutter schlachten׳,“ Damit nicht dummes Vieh — das doch ein Herz hat — Vor seinen Augen bluten sah’, was, Loben ln Leben, ihm auf’s Innigste verwebt ist. So menschlich für das Thier sorgt das Gesetz — Denn Gott hat cs gegeben — Aller Vater! — Und ihr, euch über dem Gesetze dünkend, Erlöset, wie ihr saget, durch die Liebe, Ihr, lieblos und unmenschlich wider Menschen, Heisst Kind und Mutter, Herz in Herz verwachsen, Dass sie verbluten beide, auseinander? — Soll das uns eurer Lehre hölVren Werth Beweisen, dass die unsYe Thiere schützt,

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