Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zum Mischnatext
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 75% known words query
- IRI
…/2829132-2829290-2829293-2859338--07494-2859398- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
72 Analekten. Varianten in der Ordnung Scrajini zusammengestellt, und wird der zweite Tlieil eine Nachlese zu dieser Ordnung und die Varianten der anderen Ordnungen bringen. Vorläufig will ich hier auf eine Variante oder vielmehr auf einen unechten Mischnatext, Tainid Ö, 8, aufinerksam machen. Daselbst heisst es: מיריחו היו שומעי; קול שער הגדיר שנפחה, מיריחו היו שומעין קור־־, המבריפרה, מיריחו היו שומעין קור העץ שעשה בן קטין מוכני לכיור, מיריחו היו שומעין קור גביני כרוז, מיריחו היו שומעין קוי החליל, מיריחו היישומעין קול הצרצר, מיריחו הוו שומעין קור השיר, מיריחו היו שומעיש קול השופר• Wir sehen ab von der kleinen Variante, die sieh in der Mischna der Tahnudausgabe befindet: מיריחו היו שומעי[ קול בן ארזה מקיש בצלצל> und beben nur hervor, dass die Mischna. acht קללות au!zählt. Nun heisst es aber jerusalemischer Talmud Succot o, o: ששדה קולורח היו נשמעין כיריחו, כיריחו היו שממעין קול שער הגרור שנפחה, מיריחו היו שממעין קול המגרפה, מיריחו היו שומעין קול רהעץ שעשרה בן קטין מוכני לכיור מיריחו היו שומעין קול גבי (גביני.1) כרוז, מיריחו היו שומעין קול הצלצל. Also zwei קולות weniger als iiri Misclmatext. Die An füllrung des jerusalemischen Talmuds kann nicht als ungenau betrachtet werden, da ein Dciinitivmn angegeben wird ששח קולות י חיו נשמעים. t. Ein archäologischer Fund. im hiesigen Staatsarchive (Archiv des k. k. Ministeriums des Aeusscrn und des kais. Hauses) wurde jüngst eiu interessanter Fund gemacht. Ein Faseikel von Actcnstücken, gebunden unter Kaiser Max im 15. Jahrhundert, musste neuerdings gebunden werden, da der Einband schadhaft war. Als das Leder vom hölzernen Deckel losgelöst wurde, fand man als Einläge einige PcrgamcntbUUtcr, zwei in gross Folio und vier in Quart. Der Schreiber dieser Zeilen wurde eingeladen, anzugeben, was der Inhalt dieser Blätter sei, da die Schrift sofort als hebräische erkannt wurde. Nach einem kurzen Einblicke er^ kannte ich dieselben als Manuscript des Talmuds, und ich übernahm es, eine Vergleichung mit dem gedruckten Texte vörzu-