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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 9 · p. Seite 359

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 9
Article
[Rezension] / J. P.
Date
1862-01-01
Page
Seite 359 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Recensionen und Anzeigen. 359 Tag seltener und ungründlicher selbst bei den Juden wird,“ Auch in einem Institute wie die ״Propaganda romana,“ scheint man nicht zu beachten, ״dass die Zeit um ein Jahrhundert fortgeschritten ist und in ihren Mauern haben die neuen Anforderungen der Wissenschaft noch kein Gehör gefunden“ (i nuovi bisogni della scienza non hanno trovato peranco ascalto entro quelle mura). Es stellt sich daher das Bediirfniss heraus, ein Bibel- Studium, mit steter Rücksicht auf die Fortschritte der Philologie und Alterthumswissenschaft, im katholischen Italien anzubahnen. ״Wie die Vedas, der Avesta, Koran und andere Sammlungen, alter Traditionen und Legenden ohne Vorurtheile, Parteigeist und Anachronismen, sondern mit einer unabhängigen Kritik und unter ihrem natürlichen Gesichtspunkte beurtheilt werden, so sollte auch die Bibel als Ganzes und in ihren einzelnen Th eilen behandelt werden.“ Der Werth der Schrift als Glaubensdocument soll dadurch nicht beeinträchtigt werden. Wie weit es dem Verfasser gelingen wird, seine ״Studien auf der Höhe der Zeit“ (studi all’ altezza de’ tempi) mit der Verehrung für die katholische Kirchenlehre zu vereinigen, entzieht sich vorläufig der Untersuchung. Dass er den besten Willen dazu hat, leuchtet aus jeder Zeile des Schriftchens hervor. Er verspricht seinen Zuhörern, bei seinen Untersuchungen die exegetischen Arbeiten Aben Esra’s, Kimchi’s, des ״illustre“ 8. D. Luzzatto, ״auf dessen Freundschaft er stolz ist,“ der protestantischen Exegeten Rosenmüller, Gesenius, Hitzig, Ewald, Umbreit, Knobel, die geschichtlichen Arbeiten von Munk, Jost, Ewald, Berthe au zu Rathe zu ziehen und Alles zu berücksichtigen, was ״sich auf die Hebräer der nachbiblischen Zeit bis auf unser Jahrhundert bezieht, da zu einem vollständigen Verständniss der Bibel eine Kenntnis8 des Judenthums in seiner Gesammtheit unerlässlich ist“ (essendoche alla piena, conoscenza della Bibbia faccia d’ uopo la conoscenza de 11' intiero corpo dell’ israelitismo). Hoffentlich wird unser gelehrter .Verfasser seine Forschungen früher oder später auch weiteren Kreisen zugänglich machen; eine günstige Aufnahme derselben ist ihm nach dem in seiner ״prolusione“ veröffentlichten Programme gesichert. J. P.

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