Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 6)
- Language
- German
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234 Eecensionen und Anzeigen. ten nachweisen, sondern auch bemerkenswerthe Ändeutunger über das Leben und Treiben der Israeliten während der in Dunkel gehüllten Periode machen zu können. Der Leser wird bei dieser Gelegenheit freilich Dinge an's Licht treten sehen, welche jenen alten Wanderern nichts weniger als zur Ehre gereichen." ״Was die vorliegende Schrift — sagt der Verf. ferner — ihrem1 Hauptthema■ nach betrifft, so wird sie um so mehr als eine aus selbstständigen Forschungen hervorgegangene auftreten können, als die seitherigen Commentatoren des israelitischen Zuges (z. B. Burckhardt, L. de Laborde, Niebuhr, Seetzen, K. v. Raumer, E. Robinson, G. H. von Schubert, IL Ritter u. 8. w.) diesen Gegenstand im Ganzen nur mit wenig Glück behandelt, und eine grossentheils .unrichtige und ausserdem auch liicken- ' hafte Beschreibung des ganzen oder theilweisen Zuges geliefert haben. Es erschien dem Verf. daher auch nicht angemessen, auf die von den 8einigen so vielfach abweichenden Hypothesen jener Erklärer näher einzugehen, und das um so weniger, als derselbe seine eigenen Ansichten fast durchweg positiv zu begründen im Stande war." 'Die Aufhellung der in Dunkel: gehüllten Periode und die Beantwortung der Frage, wo die Israeliten so lange sich aufgehalten, erfolgt dahin, dass die Israeliten, nachdem sie bei dem voreiligen Angriff (4. Mos. 14, 44. 45) von den Emoritern zurückgeschlagen worden, und nachdem der Befehl gegeben worden, .,dass sie־ sich wieder nach der Wüste wenden und daselbst noch 38 Jahre, bis zum Aussterben der damaligen Generation ‘(4.'Mos■. 14, 23. 25. 28—35. 5. Mos. 1, 34. 35), bleiben sollten, gleichwohl nach einer kurzen Abs chwenkung nochmals sich nordwärts wandten, um geradezu wieder in das Land der westlich wohnenden Emoriter einzuziehen, wo sie eine offene Landschaft und — keinen Widerstand fanden, vielmehr 37 Jahre lang geduldet wurden. Nachdem sie nun so länge in den ״gesegneten Fluren“ des südlichen Palästina's mit den Emoritern gemeinschaftlich gelebt, aber auch ihren schädlichen Götzendienst angenommen, erschien es dem Moses endlich nöthig, sie aus diesem Lande wieder heraus und tief nach der peträischen Wüste hineinzuführen (S. 122). Ebenso 'waren sie den Emoritern gleichfalls mittlerweise lästig geworden, und so erfolgte ihr Abzug (S. 123).