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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 8 · p. Seite 320

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 8
Article
Notiz. / Dahlmann
Date
1860-01-01
Page
Seite 320 (sequence 2)
Language
German
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in die Menschenbrust gelegt hat, ihn auch zur Versöhnung mit den höchsten Wahrheiten der Menschheit leiten wird, als Derjenige, welcher, als Vorkämpfer für die Uiwcrändcrlichkeit des Dogma seiner Kirche, die Forschung und Lehre über solche Punkte hemmen will, Da scheint es mir also der freieren Bewegung der Wissenschaft nngemein förderlich zu sein, wenn einige Männer, die außer unseren kirchlichen Schranken stehn, uns diese Gefahr stets gegenwärtig er- Hallen. Sollten die Männer unabweisbare Wahrheiten entdecken und lehren die, gegen unser kirchliches System anstoßen, so wird uns das in der Anerkennung befestigen, daß der Ausdruck der christlichen Uebcrzeugung in verschiedenen Zeitaltern ein verschiedener sein dürfte. 2) In meinem ersten Grunde ist schon enthalt-m, daß die Sache des Ehristcnthums keinen Abbruch durch diese Gestattung erleiden wird. Das ist nicht Christenthmn, was die Untersuchung zu fürchten hat.-Meine Ueberzeugung würde den sonst befähigten Jsraeliten nicht einmal vom historischen Lehramt unbedingt ausschlicßen. Denn auch abgesehen von der immer gewaltigeren Bedeutung, welche die Geschichte der nichtchristlichen Völkerschaften, namentlich in neuester Zeit erhalten hat: wenn ein jüdischer Gelehrter durch ein tiefstnniges Werk gezeigt hätte, daß er den Geist der christlichen Welt richtig zu würdigen weiß, so wäre jhm meines Erachtens der nicht erfolgte Uebertritt so lange wenigstens zu Gute zu halten, als der fortdauernde Hader der christlichen Kirchen jedem Draußenstehenden das Urtheil erschwert, in dem Schooße welcher von ihnen der allein wahre Glaube zn finden sei. Daß aber frivole Verächter aller Religiösität und überhaupt seichte Köpfe nicht zur Habilitation geschweige denn zur festen Anstellung gelangen, dafür wird die Fakultät und vor allen Dingen die höchste Bebörds Sorge zu tragen wissen. Endlich darf dann auch wohl 3) geltend gemacht werden, wie große Billigkeitsgründe dafür streiten, keiner menschlichen Anlage den Weg zur Ausbildung und׳ ihrem Lohne zn versperren; die bedeutenden Fähigkeiten, welche die jüdische Nation namentlich in den in Frage stehenden Fächern entwickelt, sind aber unbezweifelt. Bonn, den 24. Oktober 1847. Dahlmann. Berichtigungen. Im Julihefte haben sich mehrere, zuin Lheil sinnentstellende Druckfehler eingeschlichen. S. 243 Z. 23 v. 0. fehlt ״besuchen" hinter Rom. — S. 244 Z. 7 v. 11. statt Emsedienses lies ״ Einscdienses ". — S. 245 Z. 14 ü. u. statt bei lies ,.in". — S. 246 Z. 5 v. o. statt die lies ״den". S. 246 Z..!1 v. u. statt besteht lies ״bestehen". — S. 248 Z. 5 v. 0. statt sonst lies ״sanft. — S. 249 Z. 12 v. 0. statt geringe lies ״grimmige". — S. 256 Z. 14 v. o. statt der lies ״den". — S. 25V Z. 20 v. o. statt Röthe lies ״Räthe". — S. 250 Z 21 1>. 0. statt mohamedanischen lies ״mohamedamschem". — S. 250 Z 2 v. u. statt Lüdovica lies ״Ludovici". — S. 279 Z. 9 v. o. statt aus lies ״auch"

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