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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 8 · p. Seite 293

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 8
Article
Die Juden in Oppenheim
Date
1860-01-01
Page
Seite 293 (sequence 9)
Language
German
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Die Juden in Oppenheim. 293 dann aber beschirmunze, in derselben Massen, Sechs Jar nebst darnach, die solten wir Ine alsdann mich gnediglich geben vnd verschriben in der maße als sur, vngenerlich, doch also, das wir nach ußgange derselben Sechs Jar sie sürbas zu schirmen nit verbunden sie wollen, weres auch das hinfur in den zyten als dann die Juden vnd Judynne in vnser schirmnnge zn Oppenheim erenhafftig sind, vnd. den Burgmannen daselbs Ire Burglehen richtent, eymcherley Sture oder fchaczungen an sie gefor- -ert werde, von eynem Römischen keyser oder kunige oder von yemand anders, da sollen und wollen wir vnd vnser erben pfaltzgrafeu by Rine, nach allem vnsern besten vermögen vor sie, das die obgenanten Juden vnd Judynnen, des erlassen werden, zu gleicher wise vnd in aller der masse, als ob vns des selber anginge, vnd vnser eigen suche wern ane alle generde, auch als die obgenanten Juden vnd Judynnen geclaget haut, wie das sie von vnsern Burgern vnd Armenluten mit geistlichem gerichte geladen vnd vmbgetrieben werden, umb suchen, die doch werntlich sin, hernmb so empfelhen vnd gebieten wir allen vnd iglichen vnsern Amptluden, Dienern, Burgern, undertanen vnd Armenluten, das Ir deheinue eynche Juden oder Judynne zu Oppenheim alslange sie in vnser beschirmnnge daselbs sint, mit deheynerley geistlichem gericht, vmb suchen, die mit werntlichem gericht ußzutragen weren, nit schassen, noch bestellen, geladen, noch ge bannen zu werden, vnd das sie auch die vorgenanten Juden vnd Judynnen nyeg ent anderswo beclagen oder an sprechen sollen, denn vor des Nichs und vnserm gericht zu Oppenheim, nach desselben geeichtes recht und gewonheit vngenerlich. Ork. diß br. versigelt mit vnserm anhangenden Jngesigel, Geben zu Mencze (Mainz) den Durustag nach sand Peters vnd sand Pauls tag. anno dni MCCCC vicesimo tercio4״). Gleichzeitig mit diesem Erlasse, in welchem der Pfalzgräf die Motive seiner Duldsamkeit unumwunden ausspricht, bahnte er auch eine durch verschiedene Klagen der Bürger nothwendig gewordene Regelung der Judenschulden an. Er verordnete, daß die Bürger die Hälfte der Schulden bis zum nächsten Michaelis, die andere Hälfte bis Fastnacht ״ane Antrag vnd lengern ver- 4) Urkundenbuch, 431.

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