Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Nachricht] / Beer, Bernhard
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 2)
- Language
- German
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75 Recenfionev und Anzeigen. getödtet". Es soll aber wohl heißen! ״zwei junge haben ben: alten Löwen getödtet". Vgl. Synhedr. 64 a בנוריא ר<!ורא und Raschi baf. ארי קטן. — Wie kämen auch Hunde dahin? Die Pointe des Spruches liegt vielmehr darin, daß zwei Schwache einen Starken, obgleich derselben Gattung, überwinden können. S. CXXX sagt der Vers., daß im Midrasch ״Persisch"! und ״Chaldäisch" oder ״Aramäisch" promiseue gebraucht werde und führt als Beweis an die Stelle Bereschith rabah c. 74: אל יהא ל׳ פרסי הוה קל בעיניך.,, woraus dann der Midrasch aramäische Bibelstellen citirt. — Daselbst ist aber פרסי ein längst anerkannter Fehler und muß es heißen סורסי oder סרסי ( syrisch), wie es sich in der Parallelstelle jer. Sota Vll, 2 (in allen Editionen) befindet und wie auch Aruch 8. V. סרס und Tosafot zu Baba Kamma 83 a (welche jene Stelle aus Bereschith rabbah anführen) ausdrücklich lesen. Vgl. Samuel Jafe im Iefe Toar und David Loria in seinen Scholien zur ged. Midraschstelle. — Es liegt ohnehin am Tage, daß palästinensische Lehrer <R. Samuel ben Nachmani, im jer. Talm. nam.■ft. Jochanan) das Spro-Chaldäische nicht mit dem Persischen identificirt haben werden. Der vom Vers, weiter mitgetheilte Spruch aus Sota 49 b, wo von ל^ק פרסי allerdings die Rede ist, rührte von R. Joseph her, einem Babylonier! Nebenbei sei bemerkt, daß die Identität des Namens ״Aesop" mit dem hebr.?)אס (S. CXVI) auch bereits von einem israelitischen Gelehrten — Rap op ort — angenommen wurde (Vorrede zu אוצר חכמה S. VI), welches dem Hrn. Vf. unbekannt zu sein scheint. Dr. B. Beer. Grundlinien des mosaisch.talmudischen Eherechts. Von Z. Frankel. Leipzig. S. XLVU1. In Commission bei H. Hunger. 1860. Die Ehe, über deren Grundlage, ob sie nämlich über den Vertrag hinansgehet, verschiedene Ansichten herrschen, wird von denen, die ihr ein höheres Princip vindiciren, häufig dadurch gekennzeichnet, daß sie heute über dem ״antiquirten jüdischen Standpunkt" stehe. Ist man sich aber hierüber klar geworden und ist dieser Standpunkt wirklich autiquirt? Die jüd. Ehe wird allgemein durch ihre Keuschheit und. Heilighaltung als musterhaft erkannt, «nb so muß doch wohl das Princip, in welchem sie wurzelt und die Normen die in ihr vorherrschen nicht zu dem Antiquirten, dem modernen Bewußtsein Widerstrebenden angehören! Es hat aber größtentheils die Unbekanntschast