Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 10
- Article
- [Nachricht] / Frankel, Zacharias
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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400 Notizen. liegt; wie mehrere Commentatoren annehmen, hier der Satz zu Grunde: das Embryo sei nicht als selbstständig, sondern nur als Theil der Mutter zu betrachten (עובר ירך אמו• הוא). Diese Ansicht war auch in der That im Merthume weit verbreitet und fand, ihre Vertretung in der Stoa. ״Die Stoiker behaupten, erzählt Plutarch (äs Dlaeitio philosoph.) das Embryo sei ein Theil des Leibes (Bauches), nicht ein Lebendiges (öt ’S.xo'inox, f/Jooc [tb s’jjßovov] slpai cevrö 77) c yccrtiodc, ov cwo/-׳)Diese Lehre ging auch in's römische Recht als Gesetz über; vgl. L. 1. §. 1. D. De inspiciend. v;ent. (24, 4): partus ante quam edatur, imilieris portio est vel visceium. ׳ Eine andere. schon einem fruhern talmudischen Autor zugeschriebene Ansicht hält jedoch fest, das Embryo sei nicht als Theil der Mutter zu betrachten (עובר לאו ירך אמו הוא vgl. Chuiin 58, vgl. auch R. Nissim das.) Auch diese Meinung hatte ihren Dertretcr in der gelehrten nichtjüdischen Welt. ״Plato behauptet", so erzählt Plutarch a. a. O., ״das Embryo sei ein Lebendiges, denn es' bewegt sich im Leibe und nimmt Nahrung zu sich (IlXmoov, £<f>ov 10 s^ßovov •/.ipfTdOat, 8v ycertxQl xal XQSif sqd-ai)“. Ueberhaupt gab, wie aus Plutarch a. a. O. zu ersehen, die Frage über das Wesen des Embryo zu den verschiedensten Meinungen Deranlassung und beschäftigte schon die frühesten Denker. ״■■■ .; : : F. ׳:■