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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 10 · p. Seite 375

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 10
Article
Bemerkungen zu Moses Mendelssohns Briefen
Date
1859-01-01
Page
Seite 375 (sequence 2)
Language
German
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Bemerkungen zu Moses Mendelssohn's Briefen. 375 hier, bald du zur Schau ausstellen lassen, und unter tausend andern viclbedeutenden Kleinigkeiten meine Zeit hinbringen -müssen. Denn die Stunde ist gekommen, mein bester Freund, welche mir die Muse des Abälardi Virbii längstens angekündigt hat. Ein blauäugiges Mädchen, das ich nunmehr meine Frau nenne, hat das. eiskalte Herz Ihres Freundes in Empfindungen zerlassen, und seinen Geist in tausend Zerstreuungen verwickelt w." (Ges. Schr. V, 259; vgl. auch meine Abhandlung: ״Moses Mendelssohn und Johann Georg Hamann" in Prutz, ״deutsches Museum" Januar 1859. No. 2). Wir möchten daher statt וחק״כ wohl ^"1770) תק) lesen, welches Datum zu den übrigen mitgetheilten Briescn gut paßt. In dem Briefe, in welchem Mendelssohn Herrn Man Herz zur Vermählung gratulirt (Maihest S. 171) und ihm einen Pentateuch als Hochzeitsgeschenk sendet, ist statt Isaak Breslau Isaak Prems-- lau (ר׳ יצחק פרמסלא) zu lesen. Dieses Hochzeitsgeschenk kam ihm ziemlich billig, oder nach Umständen ziemlich theuer zu stehen; es kostete ihm über 3 Thaler Gold, und ist cs nicht unmöglich, daß Mendelssohn schon damals im Besitz der Partie dieser Chumoschim war, welche er noch 13 Jahre später Herz Homberg mit Verlust zum Verkauf offerirt. ״Sollten die Chumoschim, von Isaak Premslau aufgelegt", heißt es in einem Briefe vom 1. Januar 1783 (Ges. Schr. V, 682) an den genannten, ,sich damals in Wien aufhaltendeu Homberg, ״davon ich einen Vorrath besitze, dort nicht Abgang finden? Wenn Sie meinen, so wollte ich Ihnen etwa 25 Stück davon in Commission zuschicken. Ich würde Ihnen das Exemplar für 22/ג Thaler in Gold lassen können. Sie kosten mir selbst über 3 Thaler; allein ich möchte sie doch allenfalls mit noch größerem Verluste weggeben." Ehe wir die beiden höchst interessanten Schriften vom 23. Juli 1771 und 15. November 1772 (Maihest, 172 ff.) näher betrachten, wollen wir die Abfassungszeit der ,;des Datum beraubten Briese" (Märzheft 102) festzustellen versuchen. Das Schreiben,^ in welchem Mendelssohn für den ihm — vermuthlich zu ראש השנה — übersandten Lachs dankt, ist ziemlich sicher vom September 1 7 69 zu datiren. Da er ihm nichts ״für den leiblichen Geschmack" bieten kann, so will er ihm "- ביריד הסמוך (Leipzig, Michaelismesse 1769) was für den geistigen Geschmack auftischen." Dieses Geschenk für den ״geistigen Geschmack" bildete sein zur Zeit erschienener באור קהלח, dessen er auch in einem Schreiben vom 13. März 1770 an den Hofrath Michaelis in Göt-

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